Paprika und Chili auswählen

Paprika und Chili auswählen

Tipps für die richtige Wahl

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 17. Mai 2026  durch Solenne 4 min.

Chili und Paprika: Capsicum umfasst über 50 Arten und viele Kultivare. Auswahl nach Form, Farbe, Geschmack, Schärfe, Ertrag, Größe und Resistenz.

Schwierigkeit

Je nach Fruchtform und -farbe

Unter den Paprika findet man Sorten mit sehr unterschiedlichen Formen und Farben.

Sehr häufig bildet die Paprikapflanze mehr oder weniger große, hohle, blockige Früchte. Ihre Epidermis reicht von Grün über Gelb und Orange bis Rot. Dies gilt insbesondere für den Spanischen Chili-Pfeffer, die Paprika California Wonder, die Paprika Cuneo oder die Paprika Quadrato d’Asti Giallo.

Paprika Quadrato d'Asti Giallo

Paprika Quadrato d’Asti Giallo

Andere klassische Paprikaformen bieten dagegen mehr oder weniger längliche Früchte mit konischer bis runder Form. Ihre Farben entwickeln sich von Gelb zu Rot. Dazu gehören die Paprika Corno di Toro Rosso, die Paprika Marconi Rosso, die Paprika Terrazzi und die Paprika Balconi.

Paprika Corno di Toro Rosso – © Andrey Starostin – Fotolia

Paprika Corno di Toro Rosso – © Andrey Starostin – Fotolia

Unter den Capsicum annuum gibt es auch originellere Sorten. Wer mehr Vielfalt im Gemüsegarten und auf dem Teller möchte, könnte sich für folgende Sorten entscheiden:

  • die Mini-Paprika Chocolate Bell mit ihren zahlreichen schokoladenbraunen Miniaturfrüchten bei Reife;
  • die Paprika Purple Bell, eine ertragreiche Sorte mit zunächst lilafarbenen, später purpurvioletten Früchten;
  • oder die Paprika Candy Cane mit ihren fantasievoll geformten Früchten, die zunächst grün und später rot-weiß gestreift sind.
Mini-Paprika Chocolate Bell © Ferme de Sainte-Marthe | Paprika Purple Bell | Paprika Candy Cane

Mini-Paprika Chocolate Bell © Ferme de Sainte-Marthe | Paprika Purple Bell | Paprika Candy Cane

Auch bei den Chilis sind die Formen sehr vielfältig, insbesondere abhängig von der Art.

Bei Capsicum annuum findet man vor allem längliche, mehr oder weniger lange und spitz zulaufende Chilis in Rot. Dazu zählen der Pfeffer d’Espelette, der Chili Jalapeño und der sehr lange Spanische Chili-Pfeffer aus den Landes. Es gibt jedoch auch Capsicum annuum mit besonders attraktiven Formen und Farben, wie den Chili Purple mit fleischigen, dunkelvioletten Früchten.

Chili Jalapeño

Chili Jalapeño

Capsicum frutescens bildet meist aufrecht stehende, mehr oder weniger kleine Früchte, wie der sehr beliebte Cayennepfeffer. Obwohl er ebenfalls zu dieser Art gehört, trägt der Chili Tomate erstaunliche, rote und fleischige Früchte, die an Ochsenherztomaten erinnern.

Chili Tomate, © Ferme de Sainte-Marthe

Chili Tomate, © Ferme de Sainte-Marthe

Bei Capsicum chinense findet man Sorten mit originellen Formen, wie den Chili Habanero mit seinen zahlreichen kleinen, laternenförmigen Früchten.

Chili Habanero

Chili Habanero

Je nach Stärke und Geschmack der Früchte

Alle Paprika (Capsicum annuum) schmecken mild. Sie zählen zur Kategorie der milden Chilis und werden auf der Scoville-Skala mit 0 eingestuft (Skala für die Schärfe von Chilis). Ihr Capsaicingehalt reicht nicht aus, um den Früchten Schärfe zu verleihen. Einige Sorten zeichnen sich jedoch durch einen besonders guten Geschmack aus:

  • Der Paprika Cuneo Jaune hat ein dickes, festes, knackiges Fruchtfleisch mit gutem Geschmack – ideal zum Einlegen oder für gefüllte Paprika.
  • Der milde Chili des Landes schmeckt fruchtig und hat eine sehr dünne Haut. Dieser Paprika wird traditionell für Piperade verwendet.
  • Der Paprika Petit Marseillais hat mildes, süßes Fruchtfleisch, das roh oder gegart, gegrillt, gefüllt oder als Tapas schmeckt.
  • Der milde Chili Milena F1 schmeckt besonders süß.
  • Der Paprika Candy Cane F1 ist knackig und süß und schmeckt in jeder Reifestufe köstlich.
  • Der weiße Paprika Bellkaro F1 ist fleischig, saftig und sehr mild mit angenehm süßem Geschmack.

Chilis enthalten mehr Capsaicin und sind unterschiedlich scharf. Aufsteigend geordnet:

  • Der Anaheim-Chili schmeckt fruchtig und warm und wird auf der Scoville-Skala mit 2/10 eingestuft;
  • Der Espelette-Pfeffer schmeckt warm und angenehm würzig und wird mit 4/10 eingestuft;
  • Der Cayennepfeffer, auch Westindischer Pfeffer genannt, ist eine feurige Sorte mit 6/10;
  • Die Tabasco-Chili ist eine feurige Sorte mit 9/10;
  • Der Habanero-Chili bildet explosive Früchte, deren Schärfe auf der Scoville-Skala mit 10/10 eingestuft wird.
Scoville-Skala

© Gustavo da Cunha Pimenta – Flickr

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Je nach Pflanzenhöhe

Bei wenig Platz für den Anbau von Chili und Paprika sollten Sie kompakt wachsende Sorten wählen.

Der mild schmeckende Chili ‘Kobold’ bildet nur 30 bis 40 cm hohe Pflanzen mit ebenso kleinen Früchten von 50 bis 70 g. Der Chili ‘Demon Red’ und die Paprika ‘Redskin F1’ sind ebenfalls Zwergsorten. Auch die Paprika ‘Sweetmie Red’ ist ein Miniaturgemüse, das sich hervorragend im Topf kultivieren lässt.

Paprika 'Redskin' © KM – Flickr

Paprika ‘Redskin’ © KM – Flickr

Je nach Produktivität

Die meisten Chilis und Paprika sind ertragreich. Der Spanisch Chili-Pfeffer Très Long des Landes bietet jedoch besonders hohe Erträge, auch in Regionen mit kurzen, kühlen Sommern. Die Paprika Ferenc Tender ist ebenfalls sehr ertragreich, ebenso der Chili de la Bresse, der Chili Penis sowie die Paprika Sweet Banana und die gelbe Paprika Tenor.

Nach Krankheitsresistenz

Chili sind krankheitsresistent, doch Mehltau und Anthraknose möglich. Lamuyo- und gelbe Velvet-Paprika widerstehen Krankheiten und Viren; Westindischer Chili ist besonders robust.

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