5 Serrano-Chilis für würzige Gerichte!

5 Serrano-Chilis für würzige Gerichte!

Besonders scharfe Chilis: leicht anzubauen

Inhaltsverzeichnis

Chilis (Capsicum annuum) sind Früchte aus der Familie der Nachtschattengewächse, die für ihre Schärfe bekannt sind. Ihr hoher Gehalt an Capsaicin, der ihnen zum Schutz vor äußeren Einflüssen dient, verleiht ihnen diese bisweilen brennende Schärfe im Mund. Je höher der Capsaicingehalt, desto schärfer sind die Chilis. Zur besseren Einordnung werden sie mithilfe der Scoville-Skala nach Schärfegraden klassifiziert. In der vereinfachten Darstellung reicht sie von 0 bis 10.

Dabei liefert diese Einteilung zwar Hinweise auf die Schärfe einer Chili, doch kann diese auch von den Anbaubedingungen abhängen, etwa von mehr oder weniger Wärme und Wasser. Die Skala gibt außerdem keinen Aufschluss über das sortentypische Aroma, das je nach Chili mehr oder weniger fruchtig oder säuerlich sein und mit der Reife der Früchte variieren kann.

Entdecken Sie hier einige der schärfsten Chilis, die Ihren Gerichten zweifellos ordentlich Würze verleihen. Verwenden Sie sie lieber sparsam oder überlassen Sie sie besonders geübten Gaumen!

Damit der Anbau im Gemüsegarten gelingt, lesen Sie ergänzend unseren Ratgeber: Paprika und Chilis: Aussaat, Anbau und Ernte

Schwierigkeit

Der Cayennepfeffer

Der Cayennepfeffer (Capsicum frutescens) ist eine weitverbreitete Sorte, die für ihre Schärfe bekannt ist. Wie der Name vermuten lässt, stammt er aus Südamerika. Da er auch als „Westindischer Pfeffer“ bezeichnet wird, besteht kaum Zweifel an seiner Schärfe! Er erreicht auf der vereinfachten Scoville-Skala die Stufe 6/10 (manche Quellen geben sogar eher 8/10 an), was einer feurigen Schärfe entspricht. Er gilt als einer der schärfsten Chilis der Welt. Doch auch sein fruchtiges Aroma verfeinert warme wie kalte Gerichte. Seien Sie dennoch sparsam: Schon eine winzige Menge reicht aus. Dieser Chili wird häufig für Saucen und Marinaden verwendet, frisch oder zu Pulver gemahlen.

Die Früchte werden bis zu 15 cm lang und laufen spitz zu. Während der Reife nehmen sie die typische scharlachrote Farbe des Chilis an. Bei voller Reife erreicht eine Cayennepfefferpflanze eine Höhe von 80 cm und eine Breite von 30 cm. Die Ernte erfolgt je nach Region und Wetterlage von Mitte bis Ende des Sommers. Der Chili braucht viel Sonne und Wärme für eine gute Entwicklung. Ansonsten gedeiht er in jedem drainierenden Boden, bringt aber in einem nährstoffreichen Substrat mit viel organischer Substanz höhere Erträge.

Wird er im Topf kultiviert und im Winter frostgeschützt aufgestellt, kann der Chili mehrere Jahre erhalten bleiben.

piment cayenne sur tiges

Die Serrano-Chili

Serrano-Chili, auch scharfer mexikanischer Chili, erreicht auf der Scoville-Skala 7/10 und sorgt für brennende Schärfe. Er stammt aus Mexikos Bergregionen.

Ertragreich bildet er viele 5 cm lange Früchte, die glänzend rot abreifen. Geschmacklich ist dieser Chili eher säuerlich. Besonders beliebt ist er für scharfe Salsas mit Tomaten. Auch eingelegt lässt er sich haltbar machen.

Die Pflanze wird bis zu 1 m hoch und 40 cm breit. Die Ernte erfolgt von Juli bis September.

grüne Chilis

Die Tabasco-Chili

Eine Stufe schärfer: der Tabasco-Chili erreicht 9/10 auf der Scoville-Skala. Ein echtes Feuer-Chili! Es gab der berühmten Tabasco-Sauce ihren Namen, der bekanntesten scharfen Sauce der Welt.

Seine kleinen, roten Früchte sind kegelförmig und etwa 5 cm lang. Ihr Geschmack soll fruchtig und süß sein.

Dieses kleinwüchsige Chili wird nur 40 cm hoch und ebenso breit. Bei Reife bildet es einen hübschen kleinen Busch. Die Ernte erfolgt im Juli und November.

Das Chili lässt sich frisch, getrocknet oder als Pulver verwenden.

Für den Anbau braucht es viel Wärme und Sonne – ideal für Gärten im Süden.

gelbe und rote Tabasco-Chilis

Die Chili Habanero

Der Habanero-Chili (Capsicum chinense), auch als Antillen-Chili bekannt, stammt aus Südamerika. Er gehört zu den schärfsten Chilis der Welt und erreicht auf der Scoville-Skala die Stufe 9 von 10 (manche Quellen sprechen sogar von 10/10). Lassen Sie sich also nicht von seiner Größe täuschen: Dieser Chili hat es in sich! Zwar wird er manchmal roh gegessen, doch das sollten nur geübte Gaumen wagen. Geschmacklich soll er zitronige und blumige Noten besitzen. In Mexiko wird dieser Chili besonders häufig zum Einlegen verwendet, etwa zum Aromatisieren von Tequila oder Mezcal. Ob roh, getrocknet oder als Pulver – er verfeinert zahlreiche Marinaden, frittierte Speisen und andere scharfe Gerichte. Beachten Sie, dass beim Umgang mit den Früchten größte Vorsicht geboten ist: Vermeiden Sie unbedingt jeden Augenkontakt und tragen Sie Handschuhe.

Jede Pflanze bildet zahlreiche kleine, laternenförmige Chilis mit einer Länge von 3 bis 5 cm. Sie sind zunächst grün und färben sich bei Reife rot. Einige Sorten können auch orange werden. Jede Pflanze erreicht eine Höhe von 1 m und eine Breite von 40 cm.

Wie seine Artgenossen liebt auch dieser Chili Sonne und Wärme.

oranger Habanero-Chili an der Pflanze

Vogelchili

Der Vogelaugenchili, auch Pili-Pili genannt, bildet kleine, längliche grüne oder rote Früchte, die nur 2 bis 3 cm lang werden. Sein Name soll daher rühren, dass Vögel die Früchte besonders gerne fressen und zu ihrer Verbreitung beitragen, indem sie die unverdauten Samen mit ihrem Kot ausscheiden.

In puncto Schärfe erreicht dieser Chili die Stufe 8 von 10 und sorgt für eine feurige Schärfe im Mund. Besonders beliebt ist er in Gerichten von La Réunion, etwa im Rougail Saucisse, oder zum Aromatisieren eines etwas zu milden Öls. In Gerichten kann er im Ganzen verwendet werden.

Auch hier sind Wärme und Sonne für einen erfolgreichen Anbau unerlässlich.

rote Vogelaugenchilis an der Pflanze

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Serrano-Chili