8 Zierbäume für kalkhaltigen Boden
Bäume passend zum Standort pflanzen
Inhaltsverzeichnis
8 Baumarten für kalkhaltigen Boden, die dort ein Baumleben lang gut gedeihen – statt gegen die Natur zu kämpfen.
Gewöhnliche Hainbuche
Carpinus betulus (Gewöhnliche Hainbuche): winterharter Baum für frische, halbschattige Standorte, ideal als Hecke und bis 25 m hoch.
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10 Stauden für kalkhaltigen BodenPopulus alba – Silber-Pappel
Populus alba, bekannt als Silber-Pappel, ist ein schnell wachsender, mittelgroßer bis großer Baum mit variabler, kegelförmiger Wuchsform. Sein grauweißer Stamm und die charakteristisch weißfilzige Blattunterseite gaben ihm seinen Namen. Die aus Mittel- und Südeuropa sowie Zentral- und Westasien stammende Art ist in ganz Frankreich, auf Korsika und in Nordafrika verbreitet. Sie gedeiht auch im kalten Klima Mitteleuropas, was ihre große Anpassungsfähigkeit zeigt.
In freier Natur erreicht sie 20 bis 30 m Höhe. Ihre Wuchsform ist teils aufrecht und kegelförmig, teils stärker ausgebreitet mit runder Krone. Wegen ihrer Größe und Ausläuferbildung eignet sich Populus alba für große Flächen. Sie wird als Solitär, in großen Hecken oder am Teichrand gepflanzt.
Pflanzen Sie sie in neutralen bis kalkhaltigen, lockeren und leichten oder auch schweren Lehmboden. Sie bevorzugt frische bis feuchte Böden, etwa an Flussufern, verträgt aber trockene Standorte besser als andere Arten und sogar Seewind sowie leicht salzhaltige Böden. Sie benötigt einen vollsonnigen Standort. Wegen ihres stark entwickelten Wurzelsystems sollte sie mit Abstand zu Gebäuden gepflanzt werden.

Tilia – Linde
Linden (Tilia): sommergrün, winterhart, bienenfreundlich. Duftblüten, gelbes Herbstlaub und Wurzelschösslinge für Sonne, Halbschatten und Parks.

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5 Obstbäume für kalkhaltigen BodenPinus nigra nigra - Schwarzkiefer
Die Österreichische Schwarzkiefer, Pinus nigra subsp. nigra ist eine Unterart der Europäischen Schwarzkiefer. Dieser majestätische Baum eignet sich dank seiner ausgebreiteten Wuchsform und seines immergrünen Laubs für große Gärten und Parks. Er ist frosthart sowie unempfindlich gegenüber Luftverschmutzung und Gischt und passt sich an verschiedene Bodentypen an. Mit einer kräftigen Pfahlwurzel verträgt er Trockenheit gut, sobald er etabliert ist.
Die Österreichische Schwarzkiefer erreicht eine Höhe von 25 m und eine Breite von 15 m. Sie bildet eine rundliche, an der Basis lichte Krone. Ihr dunkelgrünes Laub und ihre etagenförmige Verzweigung sind prachtvoll. Diese Kiefer trägt paarweise angeordnete Nadeln und hat dichtes, dunkelgrünes Laub, gelbe Blüten im Juni und Juli sowie 5 bis 8 cm lange braune Zapfen.
Sie passt sich an fast alle Bodentypen an, auch an kalkhaltige oder trockene Böden, und ist bis -30 °C sowie gegenüber Wind, einschließlich Seewind, widerstandsfähig. Ihre Toleranz gegenüber Luftverschmutzung macht sie zu einer beliebten Wahl für Stadtparks.

Laburnum anagyroides – Goldregen
Acer – Ahorn
Während Japanische Ahornarten als Moorbeetpflanzen bekannt sind, bilden andere Arten große, dekorative Bäume, die auch für kalkhaltige Böden geeignet sind. Ahornarten (Acer) fallen durch ihre gelappten Blätter und prächtigen, je nach Art unterschiedlichen Herbstfarben auf.
Die unterschiedlich schnell wachsenden und sehr winterharten Ahornarten sind leicht zu kultivieren. Der Boden sollte tiefgründig und ganzjährig frisch sein, bei den meisten Arten jedoch wenig Kalk enthalten. Einige Arten wachsen dagegen auf kalkhaltigem Boden: Acer campestre (Feld-Ahorn), Acer monspessulianum (Felsen-Ahorn), Acer platanoides (Spitz-Ahorn), Acer cappadocicum und Acer negundo.
- Acer campestre wird im Frühjahr oder Herbst in jeden tiefgründigen, vorzugsweise kalkhaltigen Boden gepflanzt. Er wächst an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Eingewachsen, braucht er im Sommer keine Bewässerung und kaum Pflege. Der mittelgroße Baum wird vor allem wegen seiner schönen Herbstfärbung geschätzt.
- Acer monspessulianum bildet oft mehrere Stämme und eine dichte Verzweigung. Seine kleinen, ledrigen, glänzend grünen Blätter färben sich im Herbst gelb, orange oder kupferrot. Diese Art kommt in ganz Südfrankreich vor, besonders auf kalkhaltigen, steinigen Hügeln, die im Sommer sehr trocken sind. Anders als andere Arten verträgt sie daher sehr trockenen Boden.
- Acer platanoides verträgt Kalk im Boden gut, benötigt jedoch einen ausreichend tiefgründigen Boden für sein kräftiges Wurzelsystem. Er bevorzugt fruchtbaren, tiefgründigen und frischen Boden an einem mild sonnigen bis halbschattigen Standort. Mit seinem glänzenden, dunkelgrünen Laub, das sich im Herbst gelb-orange färbt, bildet der große Baum eine pyramidenförmige Krone.
- Acer negundo und Acer cappadocicum werden in jeden fruchtbaren, tiefgründigen und frischen Boden an einem sonnigen, aber nicht heißen, oder halbschattigen Standort gepflanzt.

Felsen-Ahorn
Ulmus minor - Feldulme
Die Feld-Rüster oder Feldulme war einst ein charakteristischer Baum unserer Landschaften. Eine Epidemie der Ulmenwelke dezimierte in den 1970er-Jahren die großen Exemplare, doch dieser Baum kommt noch in einigen Gärten vor, wo er ein beachtliches Alter erreichen kann. Die Feldulme wird wegen des Schattens geschätzt, den sie im Sommer spendet, und ist für die Kleintierwelt im Garten wertvoll. Zudem bietet sie eine schöne Herbstfärbung.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Ulmus minor (Syn. Ulmus campestris) umfasst große Teile Europas, Kleinasiens und Nordafrikas. Die Art kommt noch als Niederwald vor, der durch die Krankheit regelmäßig zurückgeschnitten wird, obwohl einige seltene Exemplare der Ulmenwelke offenbar entgehen. Außerdem ist sie in hübschen, kleinwüchsigen Gartensorten erhalten.
Die Feldulme wächst insgesamt aufrecht und bildet eine sehr breite Krone. Sie ist ein großer, sommergrüner, sehr winterharter Baum mit schnellem Wachstum und erreicht je nach Kulturbedingungen bis zu 25 m Höhe und eine Breite von 18–20 m. Sie gedeiht in normalem Boden, auch in schwerem oder kalkhaltigem. Zwar wächst sie in frischem Boden schneller, kommt aber auch mit trockeneren Böden bestens zurecht. Pflanzen Sie sie an einen sonnigen bis halbschattigen Standort, vermeiden Sie jedoch pralle Sonne. Die in Frankreich weit verbreitete Feldulme passt sich an alle dortigen Klimate an, mag jedoch keine sauren Böden.

Caragana arborescens – Erbsenstrauch
Caragana arborescens, auch Erbsenstrauch oder Sibirischer Erbsenstrauch genannt, ist ein äußerst robuster kleiner Baum oder Strauch. Er stammt aus Sibirien und der Mongolei und trotzt härtesten Bedingungen, einschließlich Frost weit unter -20 °C. Er gedeiht auf armen, kalkhaltigen Böden, verträgt jedoch keine Staunässe. Sein tiefreichendes Wurzelsystem macht ihn nach dem Anwachsen trockenheitsresistent.
Caragana arborescens wächst meist als mehrstämmiger Strauch, kann aber auch einen kleinen Baum mit tief ansetzenden Verzweigungen bilden. Der schnellwachsende Strauch erreicht etwa 4,5 bis 5 m Höhe und Breite. Sein hellgrünes Laub aus kleinen ovalen Fiederblättchen färbt sich im Herbst gelb.
Die bienenfreundliche Blüte erscheint von April bis Mai mit kleinen Trauben gelber Blüten. Der Erbsenstrauch eignet sich ideal für Gärten mit kargen oder ausgelaugten Böden.

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