Acorus kombinieren
6 Ideen, diese Sumpfpflanze zu kombinieren
Inhaltsverzeichnis
Acorus (Kalmus): pflegeleichte Uferstaude mit linearem, dekorativem Blatt. Für Sonne bis Halbschatten, Teichrand, feuchte Erde oder Topf. 6 Ideen!
Im modernen Garten
Für einen modernen Garten eignen sich Pflanzen mit minimalistischem oder geometrischem Wuchs. Das Ergebnis wirkt besonders klar und reduziert. Der Standort sollte frisch bis feucht sein, damit sich der Kalmus wohlfühlt. Die sehr lichtliebende Sorte Acorus gramineus ‘Ogon’ bildet einen Horst aus schmalen, überhängenden Blättern. Ihre Farbe variiert je nach Jahreszeit von Chartreusegrün bis zu cremegelb gestreift. Spielen Sie mit Kontrasten und kombinieren Sie diesen modernen Kalmus mit einer Pflanze mit dunklem Laub. Als Feuchtgebietspflanze bildet Farfugium japonicum mit seinen runden, dunkelgrünen, glänzenden Blättern einen perfekten Gegensatz. Auch Ophiopogon planiscapus ‘Nigrescens’ mit schwarzem Laub passt hervorragend. Die weißen, kegelförmigen Blüten der Orchideen-Primel ‘Alison Holland’ fügen sich ebenfalls gut in diese dekorative Gestaltung ein. Bei besonders nassem Boden empfiehlt sich die Flatter-Binse (Juncus effusus ‘Spiralis’), deren spiralförmige Halme für einen originellen Akzent sorgen. Für Höhe im Beet sorgen Arundo donax ‘Variegata Versicolor’ oder eine Zimmercalla, etwa Zantedeschia aethiopica ‘Himalaya’. Beide gedeihen bei dauerhaft feuchten Bedingungen.

Zantedeschia aethiopica, Acorus gramineus ‘Ogon’, Farfugium japonicum und Primula vialii ‘Alison Holland’
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Kalmus, Lakritz-Kalmus, Spanisches Rohr: Anbau, PflegeIm naturnahen Feuchtgarten
Mit seinen grasartigen, bandförmigen Blättern, die besonders an Seggen erinnern, eignet sich der Kalmus perfekt für eine naturnahe Gartengestaltung. Da er frische bis feuchte Böden bevorzugt, sollte er mit Stauden kombiniert werden, die dieselben Standortbedingungen benötigen. Acorus gramineus (oder Gras-Kalmus) fügt sich mit seinen glänzend grünen Blättern, die eine dichte, struppige und rasenartige Horstform bilden, problemlos in eine naturnahe Bepflanzung ein. Die Steife Segge, eine Ufer- und Sumpfpflanze mit langen, feinen, gelbgrünen Blättern, sorgt für Frische und üppiges Grün. Die sehr schlicht wirkende Staude für schwere Böden, der Kleinköpfige Knöterich ‘Pink Elephant’, bringt von Juni bis November mit seinen bonbonrosa Blütenähren Farbe in den Garten. Die ausgesprochen winterharte Zwiebelpflanze für frische bis feuchte Böden, die Camassie ‘Alba’, ist für diesen Standort bestens geeignet. Ihre Blütenstiele tragen von Mai bis Juni weiße, ländlich wirkende Blüten. Im Hintergrund kann die Bach-Kratzdistel ‘Atropurpureum’ selbst auf schweren Böden bis zu 1,20 m hoch werden und eine magentarote Blüte entfalten. Vergessen Sie hohe Gräser für frische Böden nicht. Die luftige und dekorative Blaue Pfeifengras-Sorte ‘Skyracer’ strukturiert beispielsweise mit ihren bis zu 2 m hohen Stoppeln den hinteren Gartenbereich.

Acorus gramineus, Cirsium rivulare ‘Atropurpureum’ (Foto Jean Jones), Persicaria amplexicaulis ‘Pink Elephant’, Camassia leichtlinii ‘Alba’, Carex elata ‘Aurea’ und Molinia caerulea ssp arundinacea ‘Skyracer’
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In einer Wasserlandschaft
Der Kalmus ist eine halb-aquatische Pflanze, daher liegt eine Pflanzung am Wasser nahe. Der Acorus calamus ‘Variegatus’ eignet sich ideal, um sehr feuchte Bereiche zu begrünen. Dank seines rhizomatösen Wurzelstocks wächst er problemlos in flachem Wasser (0 bis 20 cm Wassertiefe) oder in dauerhaft feuchtem Boden. Diese Staude besitzt ein leuchtendes, zweifarbiges Laub in Hellgrün und Cremeweiß. Kombinieren Sie diesen Kalmus mit weiteren Uferpflanzen für feuchte Standorte. Stellen wir uns eine Harmonie aus Gelb und Rosa vor. Die Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris) mit gelber Frühlingsblüte gedeiht problemlos in Sonne oder Halbschatten sowie in schweren oder sumpfigen Böden. Sie ist robust und wächst schnell. Pflanzen Sie sie am besten an einen Standort, an dem ihre Ausbreitung nicht stört, denn sie kann 1,50 m hoch und 50 cm breit werden. Das Darmera peltata zeigt im Frühling von April bis Mai hellrosa Blüten in Dolden und kann am Teichrand gepflanzt werden. Im Herbst begeistert es mit einer schönen Herbstfarbe: Das im Sommer grüne Laub färbt sich orange, gelb und rostrot. Prachtspieren sind für sehr feuchte Standorte unverzichtbar. Es gibt sie in zahlreichen Sorten und mit einer großen Auswahl an Farben und Formen. Ich empfehle die kleine Astilbe crispa ‘Perkeo’ (25 cm in alle Richtungen), um Ufer in halbschattigen oder sonnigen, aber nicht heiß-trockenen Lagen zu begrünen. Im Sommer bildet sie feine rosa Rispen. Setzen Sie außerdem auf die Gelbe Sumpf-Schwertlilie mit ihren schönen gelben Blüten oder beispielsweise auf eine Japanische Schwertlilie (Iris ensata ‘Rose Queen’, die ebenfalls für feuchte Standorte geeignet ist. Da Acorus calamus ‘Variegatus’ eine aromatische, in der Pflanzenheilkunde verwendete Pflanze ist, deren Laub beim Zerreiben nach Mandarine duftet, können Sie ihn mit der ebenfalls duftenden Wasserminze kombinieren.
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Acorus calamus ‘Variegatus’, Euphorbia palustris, Iris pseudacorus, Darmera peltata und Astilbe crispa ‘Perkeo’
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Kalmus passt auch in Staudenbeete mit frischem Boden. Kombinieren Sie seine elegante Wuchsform mit aufrecht wachsenden Pflanzen. Der Lythrum salicaria ‘Robert’ zeigt im Sommer eine üppige Blüte mit langen, karminrosa Ähren. In einem violettstichigeren Farbton fällt die Lobelia speciosa ‘Tania’ schon von Weitem auf. Für einen weißen Akzent sorgt die Etagen-Primel ‘Alba’ mit ihrer langen Blüte von Mai bis Juli. An den Beetrand können Sie die Zwergaster Aster dumosus ‘Marjorie’ setzen, die frische Böden liebt. Sie bleibt mit rund 30 cm Höhe und Breite kompakt und blüht von August bis Oktober lavendelfarben. Setzen Sie ruhig Stauden mit buntem Laub, etwa Purpurglöckchen. Kombinieren Sie das kupferorange Heuchera ‘Pinot Gris’ mit Heuchera ‘Mint Julep’ mit erfrischend mintgrünem Laub. Beide sind zart silbern gefleckt und zeigen deutlich sichtbare Blattadern. Das macht den Charme dieser winterharten Stauden aus, die in frischen Böden gedeihen und Feuchtigkeit vertragen.

Lobelia speciosa ‘Tania’, Primula japonica ‘Alba’, Lythrum salicaria ‘Robert’, Aster dumosus ‘Marjorie’, Acorus ogon und Heuchera ‘Pinot Gris’
Mit dekorativen Laubpflanzen
Panachierte Acorus-Sorten sind sehr dekorativ. Nutzen Sie dies und spielen Sie mit den Farben und Formen des Laubs von Stauden. Verwenden Sie zum Beispiel Acorus gramineus ‘Variegata’ zusammen mit dem Gemeinen Sumpfried mit seinen aufrechten, stark an den Schachtelhalm erinnernden Stängeln, der ebenfalls nasse Böden liebt. An einem halbschattigen Standort kann auch Athyrium filix-femina mit seinen anmutigen, fein gegliederten Wedeln dazugesellt werden. Japanische Farne fühlen sich in feuchten Bereichen meist wohl, wie Athyrium niponicum ‘Burgundy Lace’, der mit seinem silbrigen Laub besonders originell ist. Als ausgezeichneter Bodendecker für feuchte Standorte zeigt Asarum epigynum ‘Takasago Saishin’ herzförmige Blätter mit grüner, grau marmorierter Zeichnung. Die nur mäßig winterharte Colocasia esculenta ‘Madeira’ kann den Acorus ebenfalls begleiten. Diese neue Sorte des Pfeilblatts trägt sein schwarzgrünes Laub bis in 90 cm Höhe. In dunklen Farbtönen überrascht uns der Persicaria microcephala ‘Red Dragon’ mit seinen dreieckigen, sommergrünen Blättern: bronzefarbenes Grün, an der Basis purpurbrun gezeichnet und mit zwei silbernen, V-förmigen Linien.

Eleocharis palustris (Foto Wikipedia), Acorus gramineus ‘Variegata’ (Foto FD Richards), Colocasia esculenta ‘Madeira’, Persicaria microcephala ‘Red Dragon’ und Asarum epigynum ‘Takasago Saishin’ (Foto Guido)
Im Topf
Acorus lässt sich auch im Topf kultivieren. Der Gras-Kalmus und seine Sorten ‚Ogon‘ und ‚Variegata‘ sind niedrige Pflanzen, die nicht höher als 40 cm werden. Sie lassen sich daher problemlos in Pflanzgefäße, Ampeln oder blühende Balkonkästen integrieren. Der größere panaschierte Kalmus (Acorus calamus ‚Variegatus‘) wird eher in großen Gefäßen kultiviert, damit sich seine Rhizome entwickeln können: in einem großen Kübel, einer Zinkwanne oder einem Trog. Ein Vorteil des Kalmus ist, dass er fast das ganze Jahr über dekorativ ist. In mildem Klima behält diese halbimmergrüne Staude ihr Laub auch im Winter. Mit Kalmus lassen sich so je nach Jahreszeit Pflanzungen mit anderen Pflanzen gestalten. Bei einjährigen und zweijährigen Pflanzen haben Sie die Wahl zwischen Petunie, Großer Kapuzinerkresse, Canna, einjähriger Begonie und Fingerhut Digiplexis. Neben Kalmus im Topf können Stauden für feuchte Böden stehen: Funkie, Japangras, Bergenie, Silberblatt, Christrose, Rebhuhnbeere oder Cyperus papyrus, der auch in einem großen Topf auf der Terrasse kultiviert werden kann. Kombinieren Sie ihn auch mit Zwiebelpflanzen, die Feuchtigkeit gut vertragen: Narzisse, Schachblume, Camassie, Sommer-Knotenblume und Wiesen-Blaustern.

Cyperus papyrus (Foto: DavePape), Digiplexis ‚Illumination Flame‘, Camassia leichtinii ‚Alba‘ und Acorus gramineus ‚Ogon‘
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