Dichter oder lichter Schatten: passende Bäume!

Dichter oder lichter Schatten: passende Bäume!

Für wohltuenden Schatten im Hochsommer

Inhaltsverzeichnis

Den Garten zu beschatten, ist angesichts der immer heißeren Sommer unverzichtbar geworden. Wenn es darum geht, den Baum auszuwählen, der für angenehme Kühle sorgen soll, ist jedoch nicht immer klar, welche Art von Schatten er spenden wird. Je nach Blättern, Wuchsform und Verzweigung werfen Bäume nämlich dichteren oder lichteren Schatten, der für mehr oder weniger spürbare Kühle sorgt. Manchmal ist der Schatten sehr leicht und eignet sich einfach dazu, das Sonnenlicht zu filtern.

In diesem Ratgeber stellen wir eine Auswahl an Bäumen vor, geordnet nach der Art von Schatten, die sie spenden, damit Sie die richtige Wahl treffen können!

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Garten beschatten

Der Schatten von Bäumen: eines der wichtigsten Elemente im Garten

Schwierigkeit

Grundwissen zum Schatten von Bäumen

Abgesehen von der Auswahl der Arten sollten Sie einige Grundprinzipien zur Beschattung unserer Rasenflächen beachten:

  • Je jünger der Baum, desto kleiner ist seine Krone (die Gesamtheit aus Verzweigung und Belaubung). Alte, seit mindestens 15 Jahren eingewachsene Bäume spenden den ausgedehntesten Schatten.
  • Je kürzer der Stamm, desto kürzer ist der geworfene Schatten.
  • Auch die Höhe des Baumes beeinflusst natürlich die von seinem Schatten bedeckte Bodenfläche.
  • Sorte oder Art des Baumes können die Art der Beschattung stark verändern, da sich das Laub oft deutlich unterscheidet und dadurch auch der Schatten am Boden beeinflusst wird.
  • Die Wuchskraft des Baumes spielt ebenfalls eine Rolle: Ein geschwächter oder alternder Baum mit weniger dichtem Laub spendet weniger Schatten als ein Baum in voller Kraft.
  • Die Form des Laubs: Es kann ungeteilt oder in Fiederblättchen gegliedert sein und dadurch meist einen leichteren Schatten erzeugen. Bei einer sehr großen Blattspreite ist der Schatten ausgeprägter.
  • Die Wuchsform des Baumes beeinflusst den geworfenen Schatten: Ein säulenförmiger Baum spendet schmalen Schatten, während eine lockere, biegsame Silhouette (etwa mit ausladendem oder hängendem Wuchs) einen breiten, diffusen Schatten erzeugt. Als Rebe erzogene Bäume bleiben niedriger; ihre ausgebreitete Krone spendet weniger dichten Schatten.
  • Eine Baumgruppe oder drei Bäume spendet mehr Schatten als ein einzelner Baum (wie etwa häufig bei Birken zu sehen). Die meisten Nadelgehölze erzeugen durch ihr dichtes Laub einen intensiven Schatten.
  • Schließlich spenden immergrüne Bäume und große Sträucher mit großen, festen Blättern wie die Immergrüne Magnolie, die Japanische Wollmispel und alle Nadelgehölze ganzjährig Schatten.

→ Weiterlesen: Hochstamm, Halbstamm, Rebe: Was ist das?, Die schönsten Sträucher als Rebe,

Bäume für lichten Schatten

Ihr Wedelwerk spendet einen sehr angenehmen Halbschatten, eher einen umhüllenden Dämmerbereich als dichten Schatten – dank ihres lockeren, schmalen oder luftigen Laubs, aber oft auch durch ihre ausgebreitete Wuchsform:

Gleditschien oder Gleditschien aus Amerika

Es sind große Bäume (10 bis 30 m hoch), deren in gefiederte Fiederblättchen geteiltes, helles Laub recht leichten Schatten spendet. Ihre Krone ist locker und ausgebreitet, und es gibt zahlreiche Arten, die alle gut winterhart sind und sich überall im Land kultivieren lassen. Ihr goldenes Laub ist im Herbst wunderschön, und ihre nektarreichen Blüten steigern ihren Wert zusätzlich. Die Sorte ‘Rubylace’ zeigt im Herbst prächtige Bronze- und Rottöne.

Schatten Gleditsia

Gleditsia triacanthos

Eukalyptusbäume

Sie könnten die Schattenbäume der Zukunft sein, denn ihre Anpassung an Trockenheit ist bemerkenswert. Mit ihrer skulpturalen Rinde gehören Eukalyptusbäume zu den immergrünen Bäumen, deren Schatten besonders leicht und angenehm ist. Ihr blau schimmerndes Laub nimmt sehr unterschiedliche Formen an (rundlich, schmal) und ist mehr oder weniger ledrig. Auch die Pflanzung in Küstennähe ist möglich, da sie salzhaltige Gischt vertragen. Ein kleiner Schwachpunkt: Je nach Art sind sie nur bedingt winterhart (die weniger frostempfindlichen Arten vertragen etwa -3 bis -15 °C).

Schatten Eukalyptus

Eukalyptus: Rinde, Verzweigung und Laub

Birken

Im Gegensatz zu Eukalyptusbäumen reagieren Birken zunehmend empfindlich auf Trockenheit und sollten künftig in weniger gefährdeten Regionen gepflanzt werden. Dennoch bilden sie an frischen Standorten in geeigneten Regionen einen der schönsten Schattenbäume überhaupt: Ihr kleines Laub tanzt im Wind, ist sehr leicht und spendet einen dezenten, angenehmen Schatten. Ihre Rinde gehört zu ihrem hohen Zierwert und verleiht ihnen zwölf Monate im Jahr eine elegante, unverwechselbare Silhouette!

Schatten Birke Betula

Je nach Sorte eignen sich Birken sogar für kleine Gärten.

Eschen

Eschen, charakteristische Bäume unserer Wälder, spenden mit ihrer lichten Krone ebenfalls eher leichten Schatten und werden deshalb in Städten häufig als Alleebäume verwendet. Ihr zusammengesetztes, tief geteiltes Laub ist sehr elegant. Ihre Wuchsform ist bei hängenden Sorten wie Fraxinus excelsior ‘Pendula’ besonders interessant. Diese werden mit maximal 15 m etwas weniger hoch und bilden einen Schirm, unter dem man sich an heißen Sommertagen gerne ausruht. Ihre Blüte ist meist unscheinbar, anders als bei Fraxinus ornus (Blumen-Esche), die sich im Frühjahr mit weißen, nektarreichen Blüten bedeckt. Eschen sind anspruchslos an den Boden und vertragen salzhaltige Gischt.

leichter Schatten welcher Baum

Fraxinus excelsior ‘Pendula’ (©Wendy Cutler) und Fraxinus ornus

Weiden

Auch sie bedecken sich mit den typischen kleinen, länglichen Blättern, wie die Trauerweide, die für romantische Gärten und feuchte Standorte charakteristisch ist. Ihre Verzweigung ist imposant, bleibt bei der Trauerweide jedoch leicht und sehr biegsam. So spendet sie schützenden und wohltuenden Schatten.

Schatten Bäume Weiden

Die romantische Trauerweide eignet sich perfekt für den Platz am Teich.

Der Schnurbaum

Auch Japanischer Pagodenbaum genannt, ist dies einer der elegantesten Bäume überhaupt und verleiht dem Garten einen Hauch von Exotik. Seine Blüte ist prächtig, setzt jedoch erst ein, wenn der Baum etwa 15 Jahre alt ist, und nur nach warmen Sommern. Seine ausladende Wuchsform und sein großes, unpaarig gefiedertes Laub (zusammengesetzt) spenden den für den Sommer nahezu idealen Schatten, zwischen lichtem und dichtem Schatten. Im Herbst färbt es sich gelb. Dieser stattliche Baum sollte in voller Sonne gepflanzt werden, um in einem großen Garten oder Park Schatten zu spenden (im Alter 10 m breit und 10 bis 25 m hoch).

Schatten Schnurbaum Pagodenbaum

Sophora japonica ‘Pendula’ und rechts die Artform.

Die Seidenakazie oder der Seidenbaum

Heute in Gärten weit verbreitet, ist die Seidenakazie einer der beliebtesten Bäume für lichtdurchlässigen Schatten. Ihr Laub ist sehr leicht, zierend und doppelt gefiedert. Sie wird bis zu 10 m hoch und bildet eine halbrunde, im Alter schirmförmige Krone – perfekt für ein Nickerchen oder eine Mahlzeit im Schatten. Im Sommer schmückt sie sich mit bezaubernden rosafarbenen Blüten in kleinen Pompons. Blüte und Laub verleihen ihr ein gefiedertes, bezauberndes Aussehen! Albizia julibrissin wird in der Sonne gepflanzt und verträgt Trockenheit nach dem Anwachsen gut. Das sommergrüne Laub der Sorte ‘Summer Chocolate’ ist purpurfarben. Einziger Nachteil: die zahlreichen Hülsenfrüchte, die im Herbst zu Boden fallen, sowie ihre etwas geringere Winterhärte als bei anderen Schattenbäumen.

Schatten Seidenakazie

Albizia julibrissin, Blüte, Hülsenfrüchte und Wuchsform rechts (® Forest and Kim Starr)

Der Zedrachbaum

Dieser schöne sommergrüne Baum ist in Gärten noch nicht sehr verbreitet und kommt eher südlich der Loire vor. Doch der Persische Flieder verspricht auch weiter nördlich eine gute Zukunft. Sein zusammengesetztes Laub ist hell und sehr leicht. Seine runde, ausgebreitete Wuchsform macht ihn zu einem anmutigen Schattenbaum, zumal seine Blüte im späten Frühjahr seinen Charme noch steigert. Danach erscheinen lustige, gelbliche Beeren, die lange am Baum bleiben. Er verträgt trockene Böden und Halbschatten gut. Im ausgewachsenen Zustand wird er 8 bis 10 m hoch.

Schatten Zedrachbaum

Melia azedarach: Wuchsform, Früchte und Frühjahrsblüte.

Der Südliche Zürgelbaum

Der Celtis australis ist im Süden des Landes weit verbreitet, da er Trockenheit gut verträgt. Er ist zudem gut winterhart und kann in vielen Regionen gepflanzt werden. Seine runde Krone wird allmählich ausgebreitet und bildet den leichten, natürlichen Sonnenschirm, von dem man im Sommer träumt! Das lanzettliche Laub färbt sich vor dem Abfallen gelb. An einem sonnigen Standort in gut durchlässigen Boden pflanzen (Kalk wird gut vertragen).

Schatten Südlicher Zürgelbaum

Celtis australis: Verzweigung und Laub

Kleine Bäume

Felsenbirnen

Felsenbirnen sind eher große Sträucher und vielseitig wertvolle Pflanzen: zarte weiße Frühjahrsblüte, essbare Früchte, Herbstfärbung und schöne Rinde. Wir nennen sie hier, weil auch sie im ausgewachsenen Zustand interessanten Schatten spenden können: Ihr beim Austrieb flaumig behaartes, kleines Laub ist anmutig, und ihre runde, ausladende Krone spendet im Sommer lichtdurchlässigen Schatten. Sie haben die Wahl zwischen zahlreichen Kultivaren und vor allem zwei Arten, die im Handel erhältlich sind (Amelanchier lamarckii und Amelanchier canadensis, letztere bleibt kleiner).

Felsenbirne Schatten welcher Typ

Amelanchier lamarckii im Herbst (© Andreas Rockstein). Rechts die Blüte von Amelanchier canadensis.

Die Chitalpa tashkentensis

Als kleiner Baum oder großer Strauch spendet der Chitalpa tashkentensis, eine Kreuzung aus Chilopsis und Trompetenbaum, wohltuenden, sehr leichten Schatten. Mit seiner mittleren Größe eignet er sich für kleine Gärten und erfreut mit seiner Blüte aus leicht duftenden, endständigen Trauben in Hellrosa, die zu Beginn des Sommers an die Blüte einer Rosa Trompetenwein erinnern. Doch auch sein sommergrünes, schmales, hellgrünes Laub, das sich im Herbst purpurfarben sprenkelt, gehört zu seinen Vorzügen und spendet den perfekten Schatten! Dieser schöne, noch zu selten gepflanzte Strauch wird im Alter 5 bis 7 m hoch.

Chitalpa

Bäume für dichten Schatten

Die hier genannten Arten und Sorten sind für ihren kühlen Schatten und ihre dichte Belaubung bekannt. Großblättrige Bäume spenden selbst im Hochsommer angenehme Kühle. In Regionen mit starker Sonneneinstrahlung bieten sie besonders wirksamen Schutz.

Der Trompetenbaum

Oft mit dem Blauglockenbaum verwechselt (siehe weiter unten), trägt auch der Trompetenbaum sehr große Blätter von etwa 20 cm Länge. Sie sind ebenfalls herzförmig und stehen zu dritt in Wirteln. Sein dichtes Laub ist besonders wirkungsvoll und wirft einen kräftigen Schatten auf den Boden. Im Sommer blüht er mit wunderschönen weißen Blüten mit gelbem und purpurfarbenem Schlund und bildet ganz andere Früchte: lange, herabhängende Schoten. Seine rundliche Krone spendet im Hochsommer äußerst angenehmen Schatten. Sie können die Art (Catalpa bignonioides), einen großen Baum (10–20 m), wählen oder den Kugel-Trompetenbaum (Catalapa bignonioides ‘Nana’) bevorzugen. Sein dichtes Laub sitzt auf einer stark verzweigten Struktur und bildet eine schirmartige Silhouette, die den gewünschten wohltuenden Schatten spendet (seine Blätter sind allerdings etwas kleiner).

Lesen Sie auch: Schattenbaum: Mit dem Trompetenbaum zu einem kühlen, eleganten Garten.

dichter Schatten welcher Baum

Catalpa bignonioides und rechts die kleinere Kugelform

Die Maulbeerbäume

Als eher große Sträucher werden Maulbeerbäume häufig als Schattenbäume gewählt. Sie wachsen mit einem einzigen Stamm und bilden eine rundliche, sehr regelmäßige Krone. Da sie an den Boden kaum Ansprüche stellen, eignen sie sich ideal für kleine Gärten. Ihr dunkles Laub ist unregelmäßig geformt und sehr dekorativ. Häufig wird der Kagayamae-Maulbeerbaum (Morus Kagayamae) wegen seines schönen, glänzenden, stark geschlitzten und dichten Laubs bevorzugt. Er wird 6 bis 8 m hoch, lässt sich mithilfe von Eisengerüsten aber zu einem echten Schirmbaum erziehen. Der Weiße Maulbeerbaum (Morus alba) ist ein weiterer interessanter kleiner Baum, dessen Krone eine hübsche, kompakte Kugel bildet. Achten Sie in manchen Regionen auf die Winterhärtegrenze dieser Bäume und bevorzugen Sie fruchtlose Sorten, deren Früchte keine Flecken hinterlassen.

Schatten des Maulbeerbaums

Weißer Maulbeerbaum, Wuchsform und Laub

Die Linden

Sie sind stattliche Bäume (10 bis 25 m hoch), deren eher bescheidene, herzförmige Blätter dennoch einen dichten Schatten erzeugen. Ihre kegelförmige Wuchsform wird mit den Jahren rundlicher. Ihre Blüte Ende Juni kündigt den Sommer an. Man hält sich gern in ihrer Nähe auf, allein wegen ihres süßen Duftes, und sammelt die Blüten für hausgemachte Aufgüsse. Wenn genügend Platz vorhanden ist, zählen Linden zu den besten Bäumen für kühlen Schatten – ideal, um sich an heißen Sommertagen darunter auszuruhen. Informieren Sie sich über die verschiedenen Arten (es gibt etwa 20), denn sie stellen nicht alle die gleichen Ansprüche an den Boden.

dichter Schatten Baum Linde

Tilia platyphyllos

Die Rosskastanien

Als imposante Bäume mit einer zauberhaften weißen oder rosafarbenen, bienenfreundlichen Frühlingsblüte beeindrucken sie durch ihre Silhouette und ihr Laub an einer dichten, stattlichen Krone. Sie spenden besonders erfrischenden Schatten. Rosskastanien (Gattung Aesculus) eignen sich für große Gärten und umfassen etwa 25 Arten. Ihr stets handförmiges Laub ist dekorativ und färbt sich im Herbst gelb bis braun. Diese Bäume sind trockenheitsempfindlich und sollten angesichts des Klimawandels eher den nördlicheren Regionen vorbehalten bleiben. Sie sind vollkommen winterhart; einige Arten wie Aesculus x carnea oder Aesculus parviflora bleiben kompakter.

Rosskastanie Schatten

Links die Blüte von Aesculus x carnea, rechts die Wuchsform von Aesculus hippocastanum

Der Blauglockenbaum oder Kaiserbaum

Mit den größten Blättern unter den Bäumen (sie können 50 cm erreichen!) ist der Blauglockenbaum zweifellos einer der dichtesten Schattenbäume. Seine rundliche Form und sein kräftiges Wachstum machen ihn zu einem beliebten Baum, denn er wächst schnell und erreicht in wenigen Jahren eine Höhe von 10 m. Außerdem ist er sehr hitzeverträglich. Begehrt ist er natürlich auch wegen seiner prächtigen violetten Rispenblüte im April oder Mai, die am kahlen Holz erscheint. Pflanzen Sie ihn idealerweise einzeln in einen großen Garten, wo er mit seinem einzigartigen Laub für einen exotischen Akzent sorgt!

dichter Schatten Blauglockenbaum

Paulownia tomentosa, Wuchsform und Laub

Der Walnussbaum

Der Walnussbaum gilt als Baum mit so dichtem Schatten, dass unter seiner Verzweigung nichts wachsen kann. Dieser kräftige Baum mit breiter Krone trägt große, lange, zusammengesetzte Blätter (30 bis 60 cm), die kaum Licht durchlassen und kühlen Schatten spenden. Neben der Nussernte bietet er viele Vorteile: eine sehr gute Schadstoffverträglichkeit für große Stadtgärten, schnelles Wachstum und eine hohe Hitzetoleranz. Obwohl er winterhart ist, reagiert er empfindlich auf Spätfröste.

Schatten Walnussbaum

Schon ein junger Walnussbaum spendet dichten Schatten.

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Birke