Kräutermosaik anlegen?
Kleinen Kräutergarten im Schachbrettmuster anlegen
Inhaltsverzeichnis
Von aromatischen Kräutern bis zur Küche: Gestalten Sie eine Kräutermosaik für Garten, Terrasse oder Balkon – mit passenden Pflanzen und Materialien.
Was ist eine Kräutermosaik?
Kräuter-Mosaike: Farben, Blätter und Blüten gestalten dekorative Muster für Garten, Terrasse und Hof. Tipps für eine ästhetische, gelungene Umsetzung.
Terrassenplatten: welches Material wählen?
Für einen gelungenen kleinen Kräutergarten im Mosaikstil grenzen Sie die Fläche zunächst in verschiedene Schachbrettfelder ein. Wie bei einem Schachbrett können Sie dabei leere und mit Kräutern bepflanzte Felder abwechseln. Die Materialwahl ist dabei entscheidend: Sie sorgt für die Stabilität der Struktur und verleiht ihr zugleich einen bestimmten Stil.
Die passenden Platten finden Sie in Baumärkten mit großer Materialauswahl. Diese Materialien werden ursprünglich für die Gestaltung von Terrassen verwendet und sind daher besonders widerstandsfähig gegen Witterung, Feuchtigkeit sowie Pilze und holzzerstörende Insekten. Je nach Geschmack können Sie wählen zwischen:
- Platten aus naturbelassenem oder lasiertem Holz mit authentischem Charme für jeden architektonischen Stil.
- Sehr widerstandsfähigen WPC-Platten, die keine Pflege benötigen.
- Platten aus frosthartem Betonwerkstein in vielen Farben.
- Platten aus Naturstein für eine einzigartige Optik.
- Kiesplatten von außergewöhnlicher Stabilität.
- Ziegeln oder Pflastersteinen, die sich beispielsweise auf Sand sehr einfach verlegen lassen.
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Kräuter im Fokus
Sobald die stabile Struktur Ihrer Kräutermosaik angelegt ist, ist es Zeit, über die Kräuter nachzudenken, die Sie dort pflanzen möchten. Auch wenn diese Kräuter eines gemeinsam haben – sie würzen unsere Speisen, bilden die Grundlage für Aufgüsse und Tees oder werden eventuell für Kosmetikprodukte verwendet –, haben sie doch unterschiedliche Ansprüche an ihre Entwicklung.
Einige benötigen einen sonnigen Standort, andere vertragen Halbschatten. Manche gedeihen in einem humusreichen Boden, andere begnügen sich mit nährstoffarmer Erde. Einige sind frostempfindlich, andere winterhart. Kurz gesagt: Es ist entscheidend, die Bedürfnisse jedes Krauts genau zu kennen, um es in den Beeten Ihrer Kräutermosaik optimal zu kombinieren.
Kräuter für sonnige Standorte
Da sie meist aus dem Mittelmeerraum stammen, benötigen diese Kräuter einen sehr sonnigen Standort. Im Allgemeinen bevorzugen sie leichte, gut durchlässige Böden; schwere, feuchte Erde bekommt ihnen nicht. Sie können Kälte vertragen und besitzen immergrünes Laub. In den sonnigen Beeten Ihrer Kräutermosaik können Sie pflanzen:
- Thymian gibt es in zahlreichen Sorten: Thymian, Zitronen-Thymian, Echter Thymian, Sand-Thymian, Korsischer Thymian …
- Rosmarin, der in trockenen, nährstoffarmen Böden gut gedeiht.

Rosmarin hat ähnliche Ansprüche wie Thymian, Bohnenkraut und Dost
- Bohnenkraut, das sich als sehr winterhart erweist
- Dost oder Gewöhnlicher Dost, eine pflegeleichte Pflanze, die Trockenheit ebenso wie Kälte verträgt.
- Salbei, der eine schöne blauviolette Blüte hervorbringt.
- Heiligenkraut, dessen Blüten für Aufgüsse oder zum Beduften von Schränken verwendet werden können
- Lavendel wegen seines außergewöhnlichen Dufts.
Kräuter für Sonne und Winterschutz
Diese Kräuter benötigen ebenfalls möglichst viel Sonne. In Regionen mit milderen Wintern brauchen sie zusätzlich einen Winterschutz wie eine Mulchschicht oder ein Winterschutzvlies. Mit den Jahren, wenn sie widerstandsfähiger werden und sich an das Klima gewöhnen, kann der Schutz reduziert werden.
In Ihrer Kräutermosaik benötigen diese Pflanzen einen leichten, humusreichen und vor allem sehr gut durchlässigen Boden. Ein Standort nach Süden ist daher empfehlenswert. Noch besser ist ein geschützter Platz an einer Mauer.
Zusammen pflanzen können Sie:
- Eisenkraut oder Zitronenstrauch, dessen Blätter für Aufgüsse geerntet werden.
- Zitronengras, das sich in Regionen mit besonders mildem Klima kultivieren lässt.

Aloysia citrodora oder Zitronenstrauch
Kräuter für feuchte, nährstoffreiche Böden
Diese mehrjährigen Kräuter haben einen ganz anderen Entwicklungszyklus als Kräuter mediterraner Herkunft. Ihr Laub kann im Winter teilweise verschwinden, doch vor allem ihre Ansprüche unterscheiden sie von den Kräutern des Südens. Für ein gutes Wachstum benötigen sie nährstoffreiche, etwas schwerere Böden und vor allem regelmäßige Wassergaben. Wenn diese Bedingungen in Ihren Kräuterbeeten erfüllt sind, können Sie pflanzen:
- Minze gibt es mit vielfältigen Düften und Aromen: Ähren-Minze, Schokoladenminze, Goldmelisse … die Auswahl ist groß.
- Schnittlauch, der im Winter verschwindet und im Frühjahr umso kräftiger wieder austreibt.
- Melisse mit ihrem köstlichen Zitronenduft benötigt einen fruchtbaren, frischen Boden.

In einem Kräutergarten kann Melisse neben Minze, Schnittlauch, Sauerampfer und Estragon wachsen
- Sauerampfer ist anspruchslos, winterhart und wächst gut im lichten Schatten.
- Estragon, der Sonne liebt
Einjährige Kräuter
Diese Kräuter sind nur eine Saison lang vorhanden, können aber zwischen den langsamer wachsenden Stauden gepflanzt werden. Allerdings benötigen die meisten einen nährstoffreichen Boden und regelmäßige Wassergaben, damit sie nicht zu schnell Samen bilden.
Sie können säen oder pflanzen:
- Basilikum zum Verfeinern Ihrer Salate; es braucht Sonne und Wärme
- Koriander, der humusreiche, frische Böden liebt

Wie Basilikum und Dill ist Koriander ein einjähriges Kraut
- Petersilie, glatt oder kraus, die Kälte recht gut verträgt
- Dill mit seinem leichten Anisgeschmack, der vor allem windempfindlich ist
- Kerbel bevorzugt Halbschatten und fruchtbare Böden.
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