6 Pflanzen zur Leberreinigung
Natürliche Lösungen für Ihren Garten
Inhaltsverzeichnis
Leber: lebenswichtig, filtert Giftstoffe. Mariendistel, Bettlerkraut und weitere Pflanzen unterstützen sie. Vor Anwendung ärztlichen Rat einholen.
Die Artischocke
Die Artischocke, lateinisch Cynara scolymus, gehört zu den ersten Pflanzen, an die man beim Thema Leberschutz denkt.
Während man in der Küche die Blüten und ihre ungeöffneten Blütenblätter genießt, sind für die Pflanzenheilkunde vor allem die Blätter interessant. Traditionell werden sie als Kapseln oder, für besonders Mutige, als Tee eingenommen, denn dieser schmeckt sehr bitter. Weitere Informationen zur Zubereitung finden Sie im Artikel Artischockenblätter trocknen: Wann und wie?.
Die Artischocke soll die Gallensekretion sowie die Verdauung und die Ausscheidung über die Nieren fördern. Eine ausgewogene Ernährung und weniger Fett sind dabei selbstverständlich wichtig, um die Leber wirklich zu entlasten.
Sie können die Artischocke ganz einfach ins Gemüsebeet integrieren, zum Beispiel mit der klassischen Sorte Gros vert de Laon, aber auch ins Zierbeet. Dort setzen Sie mit der Violet de Provence purpurfarbene Akzente. Auch die Kultur im Kübel ist möglich, sofern dieser ausreichend tief ist.

Artischocke, Cynara scolymus
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Artischocken erfolgreich anbauenDer Schwarze Rettich
Eine weitere Pflanze mit gutem Ruf bei Leberbeschwerden ist der Schwarze Rettich, der den schönen Namen Raphanus sativus var. niger trägt.
Hier wird in der Regel der Saft des Schwarzen Rettichs verwendet, um die Leberfunktion zu unterstützen. Wenn Sie keine Saftpresse haben, gibt es eine ganz einfache Lösung: Schneiden Sie den Schwarzen Rettich in dünne Scheiben und legen Sie diese auf einen Teller. Bestreuen Sie alles mit Zucker und lassen Sie den Rettich einen Tag lang Saft ziehen. Dadurch wird der scharfe Geschmack des Schwarzen Rettichs gemildert. Diesem frischen Saft wird nachgesagt, die Bildung und Ausscheidung der Galle zu fördern.
Der Schwarze Rettich gehört daher unbedingt ins Gemüsebeet, wo er im Winter angebaut wird. Je nach Geschmack und Vorlieben können Sie zwischen verschiedenen Sorten wählen. Schon ihre Namen sind sehr aussagekräftig: Gros rond d’hiver, Gros long d’hiver oder auch Long Poids d’horloge.

Schwarzer Rettich, Raphanus sativus var. niger.
Zitronenbaum und seine Zitronen
Der Zitronenbaum, Citrus limon, ist ein schöner kleiner mediterraner Strauch, dessen Früchte jedem bekannt sind. Ihnen werden gallenflussfördernde Eigenschaften zugeschrieben, was sich positiv auf die Leber auswirkt.
Das Mittel wäre denkbar einfach: Mischen Sie den Saft einer Zitrone mit lauwarmem Wasser und trinken Sie es morgens. Dadurch ließe sich die Gallenproduktion anregen und somit die Leber unterstützen, indem die Ausscheidung von Giftstoffen beschleunigt wird.
Im Mittelmeerraum kann der Zitronenbaum im Freiland kultiviert werden, überall sonst sollte er im Topf wachsen, damit er im Winter vor Frost geschützt werden kann.
Neben dem klassischen Vierjahreszeiten-Zitronenbaum sind mehrere Sorten erhältlich, darunter der prächtige Citrus limon ‘Femminello Carrubaro’ oder Citrus limon ‘Adamo’.

Zitronenbaum, Citrus limon
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Zitronenbaum im Topf: Pflege & AnbauDie Kuhblume
Diese Pflanze erkennt jeder, ohne sie unbedingt gut zu kennen. Die Kuhblume, Taraxacum officinale, die wild praktisch überall vorkommt, ist auch eine Heilpflanze, die in der Phytotherapie eingesetzt wird.
Zu ihren zahlreichen Eigenschaften zählen neben den traditionellen choleretischen und cholagogen Wirkungen, die insbesondere im Zusammenhang mit der Leber erwähnt werden, auch ihre harntreibende und entschlackende Wirkung. Während die Blätter wegen dieser Vorzüge verwendet werden, wird meist die Wurzel der Kuhblume bevorzugt, um eine Wirkung auf die Leber zu erzielen.
Obwohl sie in der Natur in großer Menge vorkommt, können Sie auch Kuhblumen kultivieren, die im Laufe der Zeit sorgfältig ausgewählt wurden, wie zum Beispiel die verbesserte Kuhblume ‘A cœur plein’, die für ihr Laub geschätzt wird.

Kuhblume, Taraxacum officinale
Der Rosmarin
Das seit Langem in der Küche verwendete Gewürz- und Küchenkraut Rosmarin, Rosmarinus officinalis, ist auch in der Phytotherapie für seine zahlreichen Eigenschaften bekannt.
Hier interessieren uns insbesondere die verdauungsfördernden Eigenschaften von Rosmarin. Indem Rosmarin die Bildung und Ausscheidung der Galle fördert, trägt er zur Entlastung der Leber bei.
Rosmarinus officinalis lässt sich leicht anwenden, insbesondere als Tee. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber Rosmarin lagern und verwenden.
Nichts einfacher, als ihn in den Garten zu integrieren. Im Gemüsegarten zieht er zahlreiche Bestäuber an, aber auch im Steingarten oder Beet findet er seinen Platz. Dort sorgt er das ganze Jahr über mit seinem immergrünen Laub und seiner schönen blauen Blüte, die früh in der Saison erscheint, für eine dekorative Wirkung.

Rosmarin, Rosmarinus officinalis
Die Linde
Die Linde ist ein majestätischer Baum, der in vielen Parks und Gärten wächst. Der für seine beruhigende Wirkung bekannte Tee aus Lindenblüten ist vielen Menschen vertraut. Weniger bekannt ist dagegen die Verwendung des Splintholzes – des Bereichs unter der Rinde. Seine Ernte ist nämlich schwieriger und nicht für jeden möglich. Dennoch ist es immer interessant, die Vorzüge der Pflanzen im eigenen Garten zu kennen.
Kommen wir zum eigentlichen Thema. Das Splintholz der Linde soll den gesamten Organismus und dadurch auch die Leber entgiften. Zur Nutzung dieser drainierenden Wirkung lassen sich daraus Abkochungen zubereiten.
Die in der Pflanzenheilkunde am häufigsten verwendeten Lindenarten sind Tilia cordata und Tilia platyphyllos.

Blätter und Blüten der Linde
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