Buschbohnen: 3 gute Gründe für den Anbau
Warum Filetbohnen statt Zuckererbsen?
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Bei Bohnen ist die Auswahl groß. Neben Stangenbohnen, Zwergbohnen, Garten-Bohnen und prächtigen Feuerbohnen muss sich der Hobbygärtner bei grünen Bohnen zwischen Filetbohnen und Bohnen mangetout entscheiden. Zumal es heute sogar Filetbohnen ohne Fäden gibt – da kann man schon einmal den Überblick verlieren!
In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Filetbohnen, erklären ihre Besonderheiten und zeigen, warum sich ihre Aussaat im Gemüsegarten lohnen kann.
Was sind Filetbohnen?
Filetbohnen sind niedrig wachsende Bohnensorten (Phaseolus vulgaris) mit buschigem Laub, die nur 40 bis 50 cm hoch werden. Sie stehen von selbst und brauchen weder Rankhilfen noch Stäbe.
Doch das Besondere an Filetbohnen ist der Faden! Denn Filetbohnen haben Fäden, während Filetbohnen keine haben. Beim Lesen meiner Worte höre ich Sie schon spöttisch ausrufen, dass es für Sie (und auch für mich, seien Sie beruhigt!) undenkbar sei, Bohnen mit Fäden zu essen. Doch diese Bohnen lassen sich auch fadenlos genießen! Ganz einfach, indem Sie die Schoten vor ihrer vollständigen Reife, also noch jung, ernten.
Denn Filetbohnen müssen früh und alle 2 bis 3 Tage geerntet werden. Nicht etwa um 6 Uhr morgens, wenn die Sonnenstrahlen gerade den Gemüsegarten erwärmen (obwohl das natürlich möglich wäre!), sondern früh in der Saison. Tatsächlich sind Filetbohnen deutlich früher und schneller erntereif als Filetbohnen, da sie vor ihrer vollständigen Reife geerntet werden. 
Kurz gesagt: Filetbohnen werden jung, vor der Bildung des Fadens, geerntet. Das unterscheidet sie vor allem von Filetbohnen, die später bei voller Reife geerntet werden, wenn die Körner die Schoten ausfüllen.
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Unbestritten übertreffen Filetbohnen andere Bohnensorten in Geschmack und Qualität. Jung und unreif geerntet, also fadenlos und mit zarter Pergamentschicht, sind sie unvergleichlich zart. Außerdem behalten diese Bohnen beim Kochen hervorragend ihre Form.
Die Schoten sind 12 bis 20 cm lang, gerade und schmal. Man kann sie auch als extra-feine Bohnen bezeichnen. Die Filetbohnen sind schön grün, je nach Sorte manchmal violett oder purpur panaschiert, und gelten als die besten Bohnen überhaupt. Sie zergehen auf der Zunge und lassen sich auf vielfältige Weise zubereiten.
Um diese Qualität zu erreichen, ist allerdings etwas Mühe nötig: Ernten Sie sie alle 2 bis 3 Tage und versorgen Sie sie ausreichend mit Wasser, vor allem bei großer Hitze. Werden sie erst bei voller Reife geerntet, bilden sie Fäden, die Schote wird pergamentartig und die Bohnen verlieren an Geschmack.
Zu den besten Filetbohnen zählen die unverzichtbaren Sorten ‘Fin de Bagnols’ mit ungepanaschierten Schoten und ‘Triomphe de Farcy’ mit panaschierten Schoten. Sie gelten als Referenz. Heute spricht man von Bagnolais- und Farcy-Typen, um neue Sorten einzuordnen. Dennoch drohen sie von neueren Sorten wie ‘Talisman’, die besonders früh reift, oder ‘Cupidon’, die erst spät Fäden bildet, den Rang abzulaufen.

‘Triomphe de Farcy’ (©La Ferme de Sainte-Marthe), ‘Fin de Bagnols’, ‘Talisman’ und ‘Cupidon’
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Bohnen nach Ertrag auswählen
Im Allgemeinen erweisen sich Filetbohnen als sehr ertragreich. Zumal die Ernte über einen längeren Zeitraum gestaffelt erfolgt, in der Regel über 2 bis 3 Monate. Die Schoten reifen nämlich nicht gleichzeitig, sodass sich die Ernte über einen längeren Zeitraum erstreckt. Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, dass sich an derselben Pflanze sowohl Schoten als auch Blüten befinden.
Unter den verschiedenen Sorten von Filetbohnen sind einige für ihren hohen Ertrag bekannt:
- ‘Aiguillon’: Diese Sorte bildet sehr feine, lange Schoten (18 bis 20 cm) mit rundem Querschnitt. Außerdem ist sie resistent gegen Viren und Anthraknose.
- ‘Molière’ bildet 18 bis 20 cm lange, runde und gerade Schoten in kräftigem Grün. Sie ist sehr ertragreich und frühreif; die Ernte erfolgt von Ende Juni bis September.
- ‘Mascaret’: Diese Sorte erzielt einen außergewöhnlichen Ertrag, da sie den ganzen Sommer über, von Mitte Juni bis September, remontierend ist. Ihre Schoten sind leuchtend grün, fein und 18 cm lang.
- ‘Delinel’: Diese Sorte mit kräftig grünen, 16 bis 18 cm langen Schoten bildet keine Fäden und wird nicht faserig. Sie kann daher sowohl unreif als auch reif wie eine Prinzessbohne verzehrt werden.
- ‘Gourmandel’: Diese Sorte mit runden, geraden, dunkelgrünen Schoten trägt etwas später, von Juli bis September.
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Filetbohnen (wie auch Buschbohnen) sind sehr leicht zu kultivieren – sowohl beim Pflanzen als auch bei der Pflege. Im Gegensatz zu Stangenbohnen wachsen sie buschig und benötigen keine Stütze. Das spart viel Zeit, denn das Aufstellen der Stangen ist aufwendig. Besonders, wenn Sie den Kindern mit einem Tipi eine Freude machen möchten! Dafür müssen Sie zunächst Stangen besorgen, gegebenenfalls in der Natur, sie tief in den Boden stecken, damit sie schlechtem Wetter und Wind standhalten, und miteinander verbinden … Ganz zu schweigen vom Abschneiden der verblühten Pflanzen, die sich vollständig um die Stangen gewickelt haben.
Bei Filetbohnen sind Pflanzung und Pflege ganz einfach: Sie ziehen Furchen, säen in Horsten oder Reihen, bedecken die Saat mit Erde und drücken sie an, gießen und warten zwei Monate. Danach müssen Sie regelmäßig gießen, die Pflanzen gelegentlich anhäufeln und alle 2 bis 3 Tage ernten. Nur die Ernte erfordert etwas Mühe und kann zu Rückenschmerzen führen. Doch der hervorragende Geschmack dieser schönen Schoten lässt alles andere vergessen!
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Und Filetbohnen ohne Fäden?
Dank der Sortenzüchtung sind inzwischen fadenlose Filetbohnen erhältlich. Sie schmecken wie Filetbohnen, können aber unreif alle 2 bis 3 Tage geerntet werden oder später wie Prinzessbohnen. Auch dann haben die Schoten weder Fäden noch eine zähe Haut. Dafür sind sie insgesamt kleiner. Zu diesen Sorten gehören:
- ‘Vanilla’: Diese Sorte hat dunkles Laub und bildet von Juli bis September kurze, dunkelgrüne Schoten
- ‘Crocket’: Diese Sorte bildet feine, lange, tief dunkelgrüne Schoten
- ‘Satelit’: Diese sehr frühe Sorte bildet bis zu 15 cm lange Schoten
- ‘Pongo’: Die glänzend grünen Schoten werden 15 bis 17 cm lang. Blüte und Fruchtbildung finden oberhalb der Pflanze statt, was die Ernte erleichtert
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