Kohl: pflanzen, säen, ernten

Kohl: pflanzen, säen, ernten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 10. März 2026  durch Virginie T. 15 min.

Kohl in Kürze

  • Kohl zählt zu den ältesten Gemüsesorten
  • Weißkohl, Wirsing, Chinakohl oder Rotkohl: Heute gibt es zahlreiche Sorten
  • Je nach Sorte wächst und gedeiht er überall und lässt sich ganzjährig ernten – bei tiefem Boden, guter Düngung und gleichmäßiger Feuchtigkeit
  • Ob roh oder gekocht: Er eignet sich für unzählige traditionelle und exotische Rezepte
  • Kalorienarm, aber reich an Vitaminen und Mineralstoffen: ein starker Verbündeter beim Abnehmen!
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Rotkohl, Brokkoli, Romanesco-Kohl, Wirsing, Chinakohl, Rosenkohl, aber auch Rotkohl, Kohlrabi, Grünkohl oder Wirsing… Heute bietet Kohl dank vielfältiger Züchtungen eine erstaunliche Vielfalt an Formen, Farben und Aromen!

Ob Winter-, Sommer- oder Herbstkohl: Die Vielfalt ist so groß, dass wir das ganze Jahr über Kohl essen und von seinen Vorzügen profitieren können. Jede Sorte hat ihre eigene Zeit für Aussaat, Pflanzung und Ernte.

Es gibt ebenso viele Kohlsorten wie gute Gründe, sie zu essen. Das trifft sich gut, denn Kohl eignet sich für zahlreiche Rezepte. Er schmeckt roh ebenso wie gekocht, als Eintopf, Suppe, geschmort, gefüllt, überbacken oder milchsauer fermentiert als Sauerkraut!

Der Kohlanbau ist einfach, wenn man seine Ansprüche erfüllt: Er gedeiht in voller Sonne und in lockerer, humusreicher, ausreichend tiefer Erde, die im Sommer an der Oberfläche frisch bleibt. Kohl ist ein Starkzehrer und braucht daher gut gedüngten Boden.

Kohl ist sehr kalorienarm und äußerst gesund. Er ist reich an Vitamin C, B9, K und Provitamin A sowie an Mineralstoffen und Spurenelementen: Dieses Kreuzblütengewächs hat alles, was man sich wünschen kann.

In unserem Steckbrief erfahren Sie alles über Kohl: wie Sie ihn anbauen, wie Sie ihn lagern und welche gesundheitlichen Vorteile er bietet. Die verschiedenen Kohlsorten und viele weitere Zubereitungsarten entdecken Sie ebenfalls!

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

Der Kohl (Brassica oleracea) ist eine krautige Gemüsepflanze aus der großen Familie der Kohlgewächse (ehemals Kreuzblütler) mit fast 4000 Arten. Er gehört zu den ältesten in Europa, im Mittelmeerraum und in Asien angebauten Gemüsesorten. Aus den aufeinanderfolgenden Auslesen des wilden Kohls sind zahlreiche Kultursorten hervorgegangen, die an alle gemäßigten Klimate angepasst sind und sich in Aussehen und Geschmack stark unterscheiden. Es gibt fast 250 Kohlsorten.

Je nach Art und Sorte werden die Blätter, der fleischige Blütenstand, die Knospen wie beim Rosenkohl, die Wurzel oder der Stängel wie beim Kohlrabi verzehrt.

Zu den wichtigsten in unseren Gemüsegärten angebauten Arten gehören:

  • Kopfkohl (Brassica oleracea capitata, capitata bedeutet auf Lateinisch „Kopf“) umfasst Weißkohl mit glattem Kopf wie Rot-, Weiß- und Grünkohl sowie Wirsing (Brassica oleracea var. sabauda) wie der Wirsingkohl mit stark blasigen oder gekräuselten Blättern. Er kann roh als Coleslaw, geraspelt, als Suppe, Eintopf, fermentiert oder als Sauerkraut verzehrt werden.
  • Grünkohl (Brassica oleracea acephala sabellica): Er bildet keinen Kopf, sondern große, stark gekräuselte grüne Blätter. Er wird roh als Julienne im Salat oder fermentiert gegessen.
  • Kohlrabi (Brassica oleracea var. Gongylodes): Er bildet eine 6 bis 20 cm große Knolle über dem Boden, die von großen, rosettenförmig angeordneten Blättern umgeben ist, wie beim Kohlrabi ‘Azur Star’. Er wird roh oder gekocht gegessen.
  • Blumenkohl: Dazu gehören Blumenkohl, Brokkoli und Romanesco-Kohl. Sie bestehen aus festen Röschen, die von grünen Blättern umgeben sind. Ursprünglich weiß, kann der Kopf heute auch grün, gelb, orange oder violett sein. Sie werden roh im Salat oder gekocht, gedämpft, gebraten oder als Gratin mit Béchamelsauce verzehrt.
  • Rosenkohl: Er bildet kleine, ebenfalls feste Blattachsel-Köpfe, die auch „Röschen“ genannt werden. Sein Geschmack ist milder und süßer als der anderer Kohlarten. Er wird geröstet, geschmort, gekocht oder gedämpft gegessen.
  • Baumkohl (Brassica oleracea var. Ramosa) oder Ewiger Kohl: Dieser mehrjährige Kohl bildet keinen Kopf und wird wegen seiner jungen, brokkoliähnlich schmeckenden Triebe angebaut. Er wird roh oder gekocht verzehrt.
  • Chinakohl (Brassica rapa): Zu ihm gehören Pak Choi und Petsai. Er ähnelt dem Kopfsalat. Seine Blätter eignen sich für asiatische Rezepte und werden als Salat oder in Streifen im Wok gebraten gegessen.
  • Grünkohl: Dieser Kohl bildet keinen Kopf und wird wegen seiner großen, gekräuselten Blätter angebaut, deren Farbe von Grün bis Dunkelrot reicht. Der in Europa noch wenig bekannte Kohl wird roh oder gedämpft, im Wok, als Gratin, Quiche, Püree, Puffer oder sogar im Smoothie zubereitet – ähnlich wie Spinat.

Kohlarten unterscheiden sich durch die Form ihrer Stängel, Blätter oder Blüten. Der Stängel ist mehr oder weniger kurz und dick. Beim Rosenkohl wächst er aufrecht und kann bis zu 80 cm hoch werden. Beim Kohlrabi bleibt der Stängel, statt wie bei anderen Kohlarten emporzuwachsen, in der Erde und verdickt sich dort.

Kohlsorten

Rosenkohl, Wirsing, Kohlrabi

Auch das Laub unterscheidet sich von Art zu Art. Die Blätter können ganz oder tief eingeschnitten, elliptisch, oval, länglich, lanzettlich oder rund, dick, glatt, gekräuselt oder blasig sein, von weißen oder dunklen Blattadern durchzogen, eine dicke weiße Mittelrippe besitzen oder gezähnte Ränder aufweisen.

Kopfkohl oder Weißkohl entwickelt eine Blattrosette von 30 bis 60 cm Höhe und Breite. In ihrer Mitte bildet sich ein mehr oder weniger fester Kopf, der rund, leicht abgeflacht oder bei Spitzkohlsorten wie dem Weißkohl ‘Cœur de Bœuf Moyen de la Halle’ kegelförmig sein kann. Die flachen, glatten Blätter des Kopfkohls überdecken sich nach und nach. Die Blätter des Wirsings sind geadert und stark gekräuselt; er darf jedoch nicht mit Grünkohl verwechselt werden. Die Blattfarbe variiert je nach Sorte von sehr hellem, fast weißem Grün über dunkelgrün und leicht bläulich bis zu violett getöntem Rot oder fast Schwarz wie beim Rotkohl ‘Tête Noire’.

Blumenkohl bildet hübsche, feste Blütenstände (Blütenknospen) mit mehr oder weniger feiner Struktur, weiß oder orange wie beim Blumenkohl ‘Orange Sunset’, grün beim Brokkoli, manchmal aber auch violett wie beim Brokkoli ‘Early Purple Sprouting’ oder beim Blumenkohl ‘Graffiti F1’. Romanesco-Kohl zeichnet sich durch seinen ganz besonderen, sehr dekorativen pyramidenförmigen Kopf aus.

Wie bei allen Kreuzblütlern besteht die Blüte, sofern sie erscheint, aus Blüten mit 4 gelben oder weißen, kreuzförmig angeordneten Blütenblättern und 4 Kelchblättern. Sie erscheinen an Stängeln, die aus der Blattachsel jedes Blattes wachsen. Die nektarreichen Blüten locken bestäubende Insekten an.

Kohl wird seit der Antike angebaut und war in Frankreich während des gesamten Mittelalters ein wichtiges Nahrungsmittel. Sein wichtigstes Anbaugebiet ist bis heute die Bretagne, in der 80 % des französischen Kohls angebaut werden.

Wichtige Arten und Sorten

Blumenkohl, Blatt- oder Stängelkohl: Hier finden Sie eine Auswahl erlesener Sorten mit hervorragendem Geschmack und guter Eignung für den Gemüsegarten. Entdecken Sie unser großes Sortiment im Shop!

Weißkohl

[produkt sku=”1669″ blog_description=”Eine frühe, ertragreiche Sorte für die Sommerernte. Sie bildet schöne, runde Köpfe (ca. 1,5 kg), die sehr platzfest sind und kaum vergilben.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”3485″ blog_description=”Eine typische Sorte aus den Bouches-du-Rhône mit spitzen, festen Köpfen von 700 g bis 1 kg. Dieser frühe Kohl schmeckt mild.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”1709″ blog_description=”Eine besonders schmackhafte, krankheitsfeste Traditionssorte mit kleinen, sehr festen Köpfen aus dunkelroten, fast schwarzen Blättern. Ein Muss im Gemüsegarten.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=” 1685″ blog_description=”Ein früher, schmackhafter Kohl für die Ernte vom Herbst bis zum Winteranfang.” template=”listing1″ /]

Rotkohl

[produkt sku=”3955″ blog_description=”Eine besonders frühe, winterharte Sorte mit großen, weißen, festen Köpfen und feiner Körnung.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”1696″ blog_description=”Ein hervorragender Sommer- und Herbstblumenkohl. Diese Traditionssorte bildet schöne, dichte Köpfe mittlerer Größe.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=” 3494″ blog_description=”Eine neue Sorte mit prächtigen, dunkelvioletten Köpfen von etwa 1 kg.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”4032″ blog_description=”Blumenkohl Novia F1 ist eine Hybridsorte für die Sommer- und Herbsternte mit guten Erträgen.” template=”listing1″ /]

Rosenkohl

[produkt sku=”1678″ blog_description=”Eine klassische französische, leicht anzubauende Sorte. Dieser Rosenkohl ist spät, winterhart und ertragreich. Die Röschen bleiben lange geschlossen.” template=”listing1″ /]

Brokkoli

[produkt sku=”1661″ blog_description=”Eine für ihren feinen Geschmack sehr geschätzte Sorte.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”3074″ blog_description=”Eine recht frühe, schmackhafte englische Sorte mit hübscher violetter Färbung.” template=”listing1″ /]

Kohlrabi

[produkt sku=”1704″ blog_description=”Eine frühe Sorte mit schönen, weißen, zarten und schmackhaften Knollen. Ihr Wachstum ist besonders schnell.” template=”listing1″ /]

Weitere interessante Kohlarten

[produkt sku=”3951″ blog_description=”Dieser Chinakohl kann als junges Blattgemüse oder ausgereift verzehrt werden. Seine saftigen, knackigen Stängel schmecken mild und leicht süß.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”1702″ blog_description=”Eine leicht anzubauende, sehr winterharte Sorte mit schönen, dunkelgrünen, krausen Blättern.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”2305″ blog_description=”Eine sehr winterharte Sorte mit großen, köstlichen Blättern! Dieses „Superfood“ lässt sich auch in verschiedenste Zubereitungen wie Frucht-Smoothies geben.” template=”listing1″ /]

DéEntdecken Sie andere Kohlsamen

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Aussaat und Pflanzung von Kohl

Wo pflanzen?

Kohl lässt sich in allen Klimazonen problemlos anbauen. Grünkohl und Wirsing beispielsweise sind sehr winterhart und eignen sich besonders für Regionen mit strengen Wintern. Winterkohl, Spätkohl, Sommerkohl und Frühkohl können je nach Sorte fast überall und das ganze Jahr über angebaut werden.

Trotz der unterschiedlichen Formen, die dieses Gemüse annimmt, haben alle Kohlarten dieselben Ansprüche an den Anbau. Sie wachsen in warmen Regionen an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Pflanzen Sie sie in tiefgründigen, gut gelockerten, mit Kompost gedüngten Boden, der jedoch nur mäßig stickstoffreich ist (Stickstoff fördert Blattwachstum und Krankheiten). Kohl benötigt einen Boden, der ausreichend feucht bleibt und nie austrocknet. Er gedeiht meist gut in kühlem, niederschlagsreichem Klima.

Kohl gedeiht in feuchtem, nährstoffreichem Boden

Wann Kohl säen?

Es gibt ebenso viele Kohlsorten zum Säen wie zum Ernten! Kohl kann fast das ganze Jahr über gesät und geerntet werden. Man unterscheidet Frühjahrssorten, die von Ende April bis Juni geerntet werden, sowie Sommer-, Herbst- und Winterkohl. Beachten Sie stets die Angaben auf den Saatgutpackungen zum empfohlenen Aussaatzeitraum.

Die Aussaat beginnt bereits im Februar: unter Schutz für früh reifende, im Sommer zu erntende Kohlsorten, von April bis Juni im Anzuchtbeet für Herbst- und Winterkohl sowie im Spätsommer und Frühherbst für Frühjahrskohl. Zur Orientierung:

  • Grünkohl wird von Juni bis September für eine Ernte von Oktober bis Februar gesät
  • Wirsing und andere Kopfkohle werden ab Februar (unter Schutz) bis Juni für eine Ernte von August bis Dezember gesät
  • Brokkoli wird je nach Sorte von Februar bis Oktober gesät
  • Rosenkohl wird je nach Sorte von Februar bis Mai für eine Ernte von September bis Dezember gesät

Wie Kohl säen?

Sie können von Herbst bis Ende des Frühjahrs zu Hause unter Schutz oder den Rest des Jahres im Anzuchtbeet Jungpflanzen vorziehen. Diese werden nach dem letzten Frost ins Gemüsebeet gesetzt. Alternativ säen Sie direkt an Ort und Stelle, sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind.

Jungpflanzen vorziehen:

  1. Füllen Sie Anzuchttöpfe oder eine Saatschale mit Aussaaterde,
  2. Säen Sie die Samen 1 bis 2 cm tief aus,
  3. Bedecken Sie sie leicht mit Erde oder Vermiculit,
  4. Gießen Sie vorsichtig mit feinem Strahl.

Stellen Sie die Aussaat warm und hell auf, je nach Sorte bei mindestens 7 °C und höchstens 30 °C, meist um 15 °C. Halten Sie das Substrat bis zum Auflaufen, das meist 5 bis 14 Tage dauert, feucht, aber nicht nass. Sobald die Jungpflanzen groß genug zum Pikieren sind, vereinzeln Sie sie und behalten nur die kräftigsten Keimlinge. Pflanzen Sie sie in den Garten, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Beim Pflanzen, meist sobald die Jungpflanzen mindestens 4 oder 5 Blätter haben, halten Sie je nach Wuchsform einen Abstand von etwa 35 bis 80 cm zwischen den Pflanzen ein.

Aussaat ins Freiland, direkt an Ort und Stelle (nach Mitte Mai):

  1. Ziehen Sie in gut vorbereitetem, fein gelockertem Boden 1 bis 2 cm tiefe, etwa 5 cm voneinander entfernte Furchen,
  2. Säen Sie die Samen aus und bedecken Sie sie mit einer dünnen Schicht feiner Erde,
  3. Drücken Sie die Erde an und gießen Sie vorsichtig mit feinem Strahl, damit die Samen nicht verrutschen,
  4. Halten Sie den Boden bis zum Auflaufen feucht,
  5. Sobald die Keimlinge gut entwickelt sind, vereinzeln Sie sie auf etwa 30 bis 80 cm Abstand.

Kohl pflanzen?

Wählen Sie aus unseren Gemüse-Jungpflanzen. Für diese Kultur müssen Sie pro Pflanze ausreichend Platz einplanen.

  1. Heben Sie ein Loch in der Größe des Wurzelballens aus,
  2. Pflanzen Sie tief und geben Sie jeder Pflanze eine gute Handvoll reifen Kompost. Bedecken Sie ihn mit Erde,
  3. Drücken Sie die Erde an und gießen Sie, damit sie feucht bleibt,
  4. Für ein gutes Anwachsen gießen Sie regelmäßig am Pflanzenfuß.

    Kohlpflanzung

    Wissen Sie, wie man Kohl pflanzt?

Pflege und Pflanzpartner

Alle Kohlarten sind nährstoffbedürftige Gemüse und bevorzugen einen tiefgründigen, lockeren, frischen Boden mit viel organischer Substanz. Da sie einen gleichmäßig feuchten Boden schätzen, sollten Sie den Boden um die Pflanzen vor allem im Sommer mit dünnen, aufeinanderfolgenden Schichten aus Grasschnitt und vermischtem Laub mulchen.

Am besten im Herbst vor der Pflanzung 3 bis 4 kg gut gereiften Kompost pro m² ausbringen.

Kohl benötigt generell recht viel Wasser und verträgt Trockenheit schlecht: Regelmäßiges, aber mäßiges Gießen ist entscheidend für eine gute Ernte. Hacken und jäten Sie regelmäßig.

In kalten Regionen sollten Sie die Kohlpflanzen mit Wintermulch schützen und die Köpfe mit einem Vlies abdecken, damit sie warm bleiben.

Kohl zehrt den Boden stark aus. Um Krankheiten vorzubeugen, ist es wichtig, die Kulturen im Beet regelmäßig zu wechseln: Warten Sie vier Jahre, bevor Sie dort erneut Kohl anbauen.

Kohl verträgt sich nicht mit Lauchgewächsen wie Schnittlauch, Lauch-Porree, Knoblauch und Schalotte oder mit anderen Kreuzblütlern wie Rettich und Rübe. Gute Pflanzpartner sind dagegen Rote Bete, Gurke, Kürbis, Zucchini, Kartoffel, Tomate sowie Hülsenfrüchtler wie Bohne und Erbse. Vermeiden Sie die Nähe von Erdbeeren und Fenchel. Umgeben Sie den Kohl gern mit nützlichen Blütenpflanzen für den Gemüsegarten, etwa Kokardenblume, Studentenblume, Garten-Zinnie, Schmuckkörbchen und Große Kapuzinerkresse, die unter anderem Blattläuse vom Kohl fernhalten. Auch aromatische Pflanzen wie Dill und Melisse eignen sich. Kohl mag die Nähe von Schnittsellerie, dessen Geruch den Kohlweißling vertreibt.

Kohl schätzt die Nachbarschaft von Roter Bete und Zucchini. Pflanzen Sie gern Studentenblumen und Große Kapuzinerkresse darum!

Häufigste Krankheiten

Der Kohl ist ziemlich anfällig.

Besonders empfindlich ist er für Kohlblindheit, die durch die Larven einer winzigen Fliege, der Kohlgallmücke, verursacht wird: Sie hemmen das Wachstum und verhindern, dass sich der Kopf oder die Blüten entwickeln.

Erdflöhe hingegen befallen die Blätter und durchlöchern sie mit kleinen Löchern, vor allem bei trockenem und heißem Wetter.

Kohlschädlinge

Typische Löcher auf einem von Erdflöhen befallenen Kohlblatt

Gegen die Kohlfliege, die Welke, anschließende Gelbfärbung und Fäulnis am Hals verursacht: Verzichten Sie auf das Ausbringen von frischem Mist, hacken Sie regelmäßig den Boden und gießen Sie die Blätter, um die Eiablage der Fliege zu stören.

Gegen den Kohlweißling, einen tagaktiven, cremeweißen Schmetterling mit einem schwarzen Fleck, dessen Raupen die Blattspreite auffressen, sowie gegen den Nachtfalter, der ebenfalls die Kohlblätter befällt: Sprühen Sie wöchentlich einen Aufguss aus Balsamkraut und entfernen Sie die jungen Raupen, bevor sie zu große Schäden verursachen.

Kohlweißling

Der berühmte Kohlweißling lässt sich die Blätter schmecken!

Gegen diese Schädlinge hilft dieselbe Vorgehensweise: Um Ihr Gemüse nicht mit Insektiziden zu belasten, empfehlen wir, vorbeugend Insektenschutznetze zum Schutz Ihres Kohls auszulegen. Diese Netze lassen sich einfach anbringen und wiederverwenden, um beispielsweise auch andere Kulturen im Gemüsegarten wie Möhren und Lauch zu schützen.

Es ist ratsam, frisch verpflanzte Jungpflanzen vor dem Appetit der Schnecken zu schützen: Verwenden Sie Farnjauche gegen ihren Fraß, streuen Sie Holzasche aus und entdecken Sie unsere 7 wirksamen und natürlichen Methoden zur Schneckenbekämpfung sowie die Anleitung für eine Schneckenfalle.

Vermeiden Sie zu saure Böden, da sie Kohlhernie, eine durch einen Pilz verursachte Krankheit, begünstigen. Damit Ihre Kohlblätter nicht welken: Pflanzen Sie in leicht kalkhaltigen Boden und streuen Sie Holzasche um die Pflanzen. Wenn das Laub welkt, hat der Pilz leider bereits die Wurzeln befallen. Es bilden sich Verdickungen, die schließlich faulen und zum Absterben der Pflanze führen. Bei einem Befall gibt es kein Heilmittel: Reißen Sie die befallenen Pflanzen aus und verbrennen Sie sie.

Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die durch warmes und feuchtes Wetter begünstigt wird und auch bestimmte Kohlsorten bedroht. Er zeigt sich durch weiße, mehlige Flecken auf den Blättern. Diese trocknen schließlich ein, die Ernte nimmt ab und die Pflanze stirbt. Lesen Sie Virginias Artikel, um Mehltau vorzubeugen und ihn zu bekämpfen.

Der Tipp des Gärtners: Vergessen Sie die Blüten nicht! Als Vorbeugung gegen Kohlkrankheiten bauen Sie Fangpflanzen wie die Große Kapuzinerkresse an und halten Sie zwischen Ihren Kohlanbauflächen eine Fruchtfolge von mindestens 5 Jahren ein.

→ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Krankheiten und Schädlinge des Kohls

Ernte und Lagerung

Wann und wie Kohl ernten?

Je nach Sorte fast das ganze Jahr über! Die Ernte erfolgt vor der Blüte mit einem Messer. Bei Weißkohl wartet man, bis sich ein schöner Kopf gebildet hat, bei anderen Sorten, bevor die Blätter gelb werden. Der Kohl wird einfach direkt über dem Boden abgeschnitten. Rotkohl wird geerntet, sobald der Kopf kompakt ist, und ebenfalls direkt über dem Boden abgeschnitten. Brokkoli erntet man, indem zuerst die Hauptblüte und anschließend die Seitentriebe abgeschnitten werden. Rosenkohl wird von unten nach oben geerntet, indem man die kleinen Röschen abschneidet. Grünkohl wird je nach Bedarf Blatt für Blatt geerntet. Kohlrabi wird im Durchschnitt 75 Tage nach der Aussaat einfach herausgezogen.

Lagerung:

  • Wirsing hält sich 4 bis 5 Tage im Kühlschrank und bleibt am Beet recht lange frisch. Nach dem Blanchieren in kochendem Salzwasser lässt er sich auch sehr gut einfrieren. Die Herstellung von Sauerkraut (Milchsäuregärung) ermöglicht zudem eine schmackhafte Konservierung von Sorten mit weißem oder rotem Kopf.
  • Kohlrabi hält sich im Erdmietenlager oder Keller recht lange und bleibt im Kühlschrank mehrere Tage frisch. Nach dem fünfminütigen Blanchieren in kochendem Salzwasser lässt er sich ebenfalls sehr gut einfrieren.
  • Rotkohl, Rosenkohl, Grünkohl und Kale sind nicht besonders gut lagerfähig. Am besten verzehren Sie sie bald nach der Ernte. Im Kühlschrank halten sie sich einige Tage. Nach dem Blanchieren in kochendem Salzwasser können Sie sie problemlos einfrieren.
  • Chinakohl hält sich einige Tage im Kühlschrank.

Verwendung und Nährwerte

Kohl schmeckt roh und gekocht: Je nach Art wird er geraspelt als Salat, geschmort als Beilage zu Fleisch und Fisch, gefüllt, überbacken oder als Suppe und Sauerkraut zubereitet.

Kohl ist kalorienarm (nur 20 bis 30 Kalorien pro 100-g-Portion) und damit ideal zum Abnehmen! Zudem steckt er voller Vitamin C, B6 und B9, Ballaststoffen und Mineralstoffen wie Kalzium. Flavonoide und Antioxidantien können außerdem zur Krebsprävention beitragen.

Kohl in der Küche

Roh oder gekocht: Kohl ist ein echtes Gesundheitslebensmittel!

Nützliche Ressourcen

  • Entdecken Sie unsere zahlreichen Sorten in unseren Kohlsortimenten
  • Ratgeber: Wie bekämpfen Sie Erdflöhe und schützen Kohl?
  • Ratgeber: 6 Chinakohl-Sorten entdecken, Frühkohl anbauen: So gelingt die Kultur
  • Ratgeber: Daubentonkohl anbauen
  • Ratgeber: Rosenkohl erfolgreich anbauen
  • Ratgeber: 6 Rotkohl-Sorten entdecken, 6 Wirsing-Sorten
  • Unser Tutorial: Kohljauche selbst herstellen
  • Ratgeber: Futterpflanzen: 5 Gemüse für Tiere
  • Ratgeber: Gemüse mit hohem Wasserbedarf
  • Entdecken Sie in Ingrids Tutorial, wie Sie Sauerkraut selbst herstellen!
  • Mehr über Ziergemüse für den Gemüsegarten
  • Ratgeber: Welchen Kohl zum Kochen wählen?

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