6 Bäume mit spätem Blattaustrieb

6 Bäume mit spätem Blattaustrieb

Spät austreibende Bäume

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 23. November 2025  durch Olivier 4 min.

Einige Bäume treiben erst im April oder Mai aus, etwa Walnuss und Brombeere. Das schützt junge Blätter vor Spätfrost. Der Austrieb öffnet Blatt- und Blütenknospen.

Schwierigkeit

Gewöhnlicher Trompetenbaum

Der Gewöhnliche Trompetenbaum (Catalpa bignoniodes) ist ein kleiner Baum (die Wildart wird etwa 10 m hoch) mit schnellem Wachstum. Er wird vor allem wegen des rasch gespendeten Schattens, seines manchmal goldgelben Laubs (wie bei Catalpa bignoniodes ‘Aurea’) oder seiner kugeligen Wuchsform (Catalapa bignoniodes ‘Nana’) je nach Kultivar sowie wegen seiner im Mai erscheinenden, aufrechten Blütentrauben kultiviert. Die großen, herzförmigen Blätter erscheinen erst spät, etwa Ende April, je nach Klima manchmal erst Anfang Mai.

Chitalpa tashkentensis ist ein teilweise aus dem Gewöhnlichen Trompetenbaum hervorgegangener Hybrid. Auch sein Laub erscheint erst Ende April.

Sehr leicht zu kultivieren und gut winterhart, gedeiht der Trompetenbaum, wegen seiner schotenförmigen Früchte auch Bohnenbaum genannt, in der Sonne und in jedem frischen, durchlässigen Boden in den meisten unserer Klimazonen.

Trompetenbäume sind leicht zu kultivieren, wie Eva erklärt.

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Catalpa bignoniodes

Die Gewöhnliche Scheinakazie

Die bekannte Gewöhnliche Scheinakazie (Robinia pseudoacacia) wird seit einigen Jahren wegen ihrer dornigen Zweige und ihrer Neigung zur Ausläuferbildung gemieden – trotz ihrer schönen sommerlichen Blüte mit duftenden, bienenfreundlichen Trauben. Glücklicherweise weisen die neuen Kultivare diese Nachteile nicht auf, und es wäre schade, diesem so eleganten kleinen Baum nicht wieder einen Platz einzuräumen. Manche dieser neuen Kultivare haben rosa Blüten (Robinia hispida ‘Rosea’) oder rote Blüten (Robinia ‘Casque Rouge’), goldenes Laub (Robinie ‘Frisia’) oder eine besondere, kugelige Wuchsform (Robinie ‘Umbraculifera’) oder sind zwergwüchsig und verdreht (‘Twisty Baby’).

Das Laub der Robinie erscheint im Frühjahr spät, etwa ab April, fällt im Herbst aber ebenfalls spät ab.

Die Robinie ist pflegeleicht, sehr winterhart und wächst schnell. Sie gedeiht an einem sonnigen, vor starken Winden geschützten Standort und verträgt auch salzhaltige Luft. Der Boden sollte leicht und gut durchlässig sein, darf aber auch nährstoffarm sein.

→ Alle unsere Tipps zur Kultur der Robinie, Gewöhnlichen Scheinakazie: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege.

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Robinia pseudoacacia und Robinia hispida ‘Rosea’

Brombeeren

Morus oder Maulbeerbäume sind charmante kleine Bäume, die man nicht mit den ebenfalls Brombeeren genannten Ranken verwechseln sollte. Maulbeerbäume werden im Garten als schöne Schattenspender und zur Erzeugung süßer, saftiger Brombeeren gepflanzt. Sie wachsen relativ langsam, außer Morus alba in der Jugend, werden aber sehr alt, manchmal bis zu 500 Jahre.

Maulbeerbäume gehören wahrscheinlich zu den letzten Bäumen, die Anfang Mai ihr Laub austreiben, wodurch sie bei Spätfrösten im Frühjahr weniger gefährdet sind. Das ist vielleicht der Grund, warum der Maulbeerbaum als Sinnbild für Weisheit und Geduld gilt.

Als Bäume für milde Klimate erweisen sich Maulbeerbäume dennoch als recht winterhart und bemerkenswert trockenheitsverträglich. Sie gedeihen in voller Sonne und in allen gut drainierten Böden.

Hier finden Sie alle wichtigen Tipps zur Pflanzung, Pflege und zum Rückschnitt von Morus, dem Maulbeerbaum.

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Morus alba ‘Pendula’ und das Laub von Morus alba

Die Kleeulme

Die Kleeulme (Ptelea trifoliata) ist ein kleiner, sommergrüner Baum (6 m hoch) aus der Familie der Zitronengewächse. Sie trägt hübsche Trauben geflügelter Früchte, die denen der Ulme ähneln und bis spät im Jahr dekorativ bleiben. Die unscheinbare, aber duftende und bienenfreundliche Frühjahrsblüte ist ein weiterer Pluspunkt.

Das dreiblättrige Laub entwickelt sich erst im April. Die Blätter sind zunächst dunkelgrün und färben sich im Herbst goldgelb. Beim Zerreiben verströmen sie einen Duft nach Zitrone und Moschus.

Die Kleeulme ist äußerst anspruchslos: Sie verträgt Schatten und gedeiht nach dem Anwachsen auch auf mageren, flachgründigen, steinigen, leicht kalkhaltigen und im Sommer trockenen Böden. Ein kleiner, selten kultivierter Baum, den Sie in Ihrem Garten ausprobieren sollten!

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Ptelea trifoliata

Die Fächertanne

Der Fächerblattbaum oder Ginkgo biloba ist in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnlicher Baum. Als Verwandter der Nadelbäume und einziger noch lebender Vertreter einer sehr alten botanischen Familie besitzt dieser Baum ein sommergrünes, äußerst dekoratives Laub, das sich im Herbst zudem prächtig goldgelb färbt. Die Wildart entwickelt sich mit der Zeit zu einem großen Baum, doch inzwischen gibt es auch Zwergformen oder kompakter wachsende Kultivare wie ‘Mariken‘ oder ‘Troll‘.

Der Ginkgo treibt im April aus, manchmal sogar erst Anfang Mai. Das hängt jedoch vor allem vom Geschlecht des Baumes ab. Ein männliches Exemplar treibt etwa 15 Tage früher aus als eine weibliche Jungpflanze.

Der Ginkgo biloba ist hinsichtlich des Bodens anspruchslos: Jeder gute, fruchtbare, tiefgründige und gut durchlässige Boden ist geeignet. Er gedeiht in der Sonne, verträgt Stadtverschmutzung gut und wird kaum krank oder von Parasiten befallen.

→ Möchten Sie mehr über diesen faszinierenden Baum erfahren? Lesen Sie Ginkgo biloba: Pflanzung, Pflege und Verwendung.

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Wuchsform von Ginkgo biloba und rechts das Herbstlaub

Walnuss

Die Walnuss (Juglans regia) ist der unter Nussliebhabern bekannte Baum, auch wenn man manchmal über 10 Jahre warten muss, bevor man eine Nuss knacken kann. Dennoch ist er ein schöner, gedrungener Baum, der bis zu 15 Meter hoch werden kann und eine hohe Lebenserwartung besitzt. Sein attraktives Laub besteht aus ovalen Fiederblättchen.

Die Walnuss blüht im April, bevor im Mai das Laub erscheint. Diese Blüten können nördlich der Loire durch Spätfröste zerstört werden, wodurch die Nussernte ausfällt. Wählen Sie in diesem Fall besser eine Sorte mit späterer Blüte und Reife, etwa die Walnuss ‘Fernor’. Für einen besseren Ertrag sollten Sie mindestens zwei Walnüsse pflanzen.

Sehr winterhart, wächst die Walnuss an sonnigen Standorten in kalkhaltigem bis neutralem Boden.

Walnuss, Juglans regia: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege. 

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Juglans regia

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Bäume mit spätem Austrieb im Frühjahr