Kräuter- und Zierpflanzen
Die schönsten Duftstauden und -sträucher fürs Beet
Inhaltsverzeichnis
Kräuter würzen Speisen und sind oft attraktive Zierpflanzen. Mit Blüte sowie buntem oder panaschiertem Laub bereichern sie Beet und Bordüre.
Rosmarin
Mehrmals im Jahr blühend und mit unzähligen kleinen, blauen Röhrenblüten bedeckt, ist der Rosmarin ein kleiner Strauch mit unterschiedlichen Wuchsformen, der in den Gärten Südfrankreichs nicht fehlen darf. Dank seiner Robustheit und guten Winterhärte lässt er sich fast überall kultivieren, sofern er in sehr durchlässigen Boden gepflanzt wird (wie Lavendel). Die kriechenden Formen werden höchstens 50 cm hoch, breiten sich jedoch teilweise über mehr als 1 m aus. Buschige Formen bilden bei voller Reife schöne, immergrüne Büsche, die unsere Gärten bereichern.
Die blaue Blüte variiert je nach Sorte; außerdem gibt es einige Sorten mit weißen oder rosafarbenen Blüten. Entdecken Sie sie in unserem Artikel Wie wählt man den richtigen Rosmarin?
Wo pflanzen? Er ist der perfekte Begleiter für trockene Gärten ohne Bewässerung, Garrigue- und mediterrane Gärten, sonnige Steingärten für die teppichbildenden Formen, pflegeleichte Gärten und natürlich Kräutergärten.

Salbei
Diese sehr umfangreiche botanische Gattung überrascht mit attraktiven Zierpflanzen – durch leuchtende oder zarte Blüten ebenso wie durch samtiges oder farbenfrohes Blattwerk. Viele Salbei-Sorten sind Gewürzpflanzen: Sowohl ihre Blätter als auch ihre Blüten lassen sich in der Küche verwenden.
Echter Salbei ist im Beet, am Fuß oder zwischen Stauden und Sträuchern besonders schön. Es wäre schade, ihn auf das Kräuterbeet zu beschränken: Mehrere besondere Kultivare wie Salvia officinalis ‘Tricolor’ oder ‘Purpurascens’ besitzen panaschierte Blätter. Krautige Salbei sind in unseren Beeten weit verbreitet, doch ihre essbaren Eigenschaften werden oft übersehen. Denken Sie also daran, wenn Sie mit Ihrem kleinen Korb in der Hand durch den Garten gehen! Entdecken Sie zum Beispiel Raritäten wie den Zierlichen Salbei ‘Golden Delicious’ mit seinem dicht wachsenden, goldenen Blattwerk und seiner späten roten Blüte.
Wo pflanzen? Immer in sehr gut drainierendem Boden und an einem sonnigen Standort. Salbei kann in Gärten aller Stilrichtungen viele Beete bereichern.

Salvia officinalis ‘Tricolor’ und Salvia elegans ‘Goden Delicious’
Der Gewöhnliche Fenchel
Hier ist eine weitere hübsche Gewürzpflanze für den Garten: Mit seinen leuchtend gelben Blüten in Dolden zählt der Gemeine Fenchel (Foeniculum vulgare) zu den sehr hohen Stauden und bringt Höhe ins Beet. Neben seiner naturnahen Schönheit und seiner Bienenfreundlichkeit schätzt man natürlich sein fein gefiedertes, luftiges Laub mit Anisgeschmack, das sich zum Würzen vieler Gerichte eignet und Dill ersetzt. Anders als Fenchel aus dem Gemüsegarten bildet er keine Knolle, wird aber bis zu 2 m hoch.
Der sehr winterharte Gemeine Fenchel kann in jeden Garten gepflanzt werden, sofern zwei Bedingungen erfüllt sind: Er braucht viel Sonne und einen drainierenden, im Sommer frisch bleibenden Boden. Vorsicht vor Selbstaussaat: Sie kann den Fenchel wuchernd machen. Das lässt sich verhindern, indem man die Blüten nach dem Verblühen abschneidet, bevor sie Samen bilden. Auch die purpurfarbene Sorte ist sehr dekorativ.
Wo pflanzen? In ein naturnahes Beet integrieren!

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Aromatische Pflanzen mit auffälligem Laub: meine FavoritenSüßdolde
Der lateinische Name Myrrhis odorata lässt bereits auf den aromatischen Reichtum dieser Pflanze schließen. Die Süßdolde ist zudem eine sehr dekorative Pflanze für den Garten. Wegen ihres farnartig gefiederten, duftenden Laubs wird sie auch Aniskerbel genannt. Im Frühjahr schmückt sich Myrrhis odorata mit kleinen weißen Dolden, die wie die des Gewöhnlichen Fenchels eine Pollenquelle für bestäubende Insekten sind. Sie wird etwa 1 m hoch.
Diese schöne Staude für den Halbschatten bevorzugt frische, humusreiche Böden.
Wo pflanzen? Die Süßdolde fühlt sich in einem Pfarrgarten, einem Bauerngarten oder einem englischen Staudenbeet sehr wohl.

Basilikum
Zier-Basilikum: Purpur-Basilikum, ‘Dark Opal’ und ‘Magic Mountain’ für Beet, Topf und Terrasse – dekorativ, sonnenliebend und schneckenfest.
Italienische Strohblume oder Currykraut
Die Italienische Strohblume ist eine echte Wunderpflanze für sonnenverwöhnte Beete. Ihr besonderes, botanisch als zugespitzt bezeichnetes graues Laub begeistert: Ab Mai erscheinen daraus leuchtend gelbe Blüten, die in flachen Dolden zusammenstehen und einen großen Teil des Sommers erhalten bleiben. Schon leicht zerreibt man das Laub der Italienischen Strohblume, verströmt es einen intensiven Curryduft und kann es frisch oder getrocknet in der Küche verwenden. Helichrysum italicum bildet einen hübschen, etwa 50 cm hohen Polsterbusch, der etwas breiter wächst.
Wo pflanzen? In einem Mediterranen Garten, ohne Bewässerung oder in einer Garrigue, in einem Gelben Garten, einem Beet mit grauem Laub, einem Duftgarten, in einer Sommersteingarten oder einem Küstengarten, da sie salzhaltige Gischt gut verträgt. An einem vollsonnigen Standort in durchlässige Erde pflanzen, die im Winter keine Nässe speichert.

Thymian
Diese Würzpflanze sollten Sie schnell in Ihre Beete integrieren! Warum? Weil Thymian zu den besonders wirksamen Bodendeckern zählt und dank seiner hohen Trockenheitsverträglichkeit als Pflanze der Zukunft gilt. Der kleine, kriechende oder buschige Halbstrauch schmeckt je nach Art anders: Rosenduftthymian, Sand-Thymian oder Zitronen-Thymian. Wie bei vielen Lippenblütlern sind auch die Blüten essbar. Sie erscheinen im Frühjahr als farbige Wolke.
Einige Sorten wie Thymus citriodorus ‘Aureus’ begeistern mit gelb berandetem Laub, andere wie ‘Silver Queen‘ mit cremeweiß panaschierten Blättern.
Wo pflanzen? Unbedingt in durchlässigen Boden an einen vollsonnigen Standort, sonst kümmert der Thymian. Steingärten eignen sich ebenso wie Gärten ohne Bewässerung oder pflegeleichte Gärten.

Links Thymus citriodorus ‘Silver Queen’, rechts Rosenduftthymian im Steingarten
Duftnessel und Ysop
Weitere Lippenblütler für sonnige Sommerbeete: Duftnesseln und Ysop sind inzwischen in vielen attraktiven Sorten erhältlich, etwa ‘Kudos Mandarin‘, eine hübsche orangefarbene Duftnessel, die klassische, ganz blau blühende ‘Black Adder‘ oder der ungewöhnliche Rosafarbene Ysop! Wir lieben sie auch wegen ihrer nektarreichen und bienenfreundlichen Blüten, die der kleinen Gartenfauna zugutekommen.
In Beeten werden sie häufig verwendet. Mit ihrem aufrechten Wuchs und den hohen Ähren sind sie, wie manche Sorten krautiger Salbei, besonders interessant. Weniger bekannt ist ihre Rolle in der Küche. Ihr frisches, zugleich anis- und minzartiges Aroma verleiht Speisen eine intensive Würze.
Wo pflanzen? In einem Trockengarten, einer Mixed-Border, einem ländlichen Garten oder sogar im Kübel auf der Terrasse! Pflanzen Sie sie stets in voller Sonne und gut durchlässigen Boden.

Duftnessel ‘Kudos Coral’ und Hyssopus officinalis
Schnittlauch
Schnittlauch ist in der Küche viel bekannter und beliebter als Duftnessel. Wie Thymian und Minze gehört er zu den unverzichtbaren Kräutern und verfeinert mit seinem Knoblaucharoma Frischkäse, Omeletts und Salate. Allium schoenoprasum blüht, wie der lateinische Name verrät, von April bis Mai.
Ehrlich gesagt sind alle Schnittlauchsorten zur Blüte wunderschön: bezaubernde kleine Kugeln wie Mini-Knoblauchlauche auf Stielen. Weiße Sorten wie ‘Cliffs of Dover‘ oder rosa Sorten wie ‘Forescate‘ sorgen für Abwechslung. Violette Blüten wirken jedoch in jedem Beet besonders schön. Nach der Blüte bleibt der Horst kompakt und breitet sich, zugegeben, fast überall aus.
Wo pflanzen? Als Beetbegrenzung im englischen Garten, je nach Sorte im rosa oder weißen Garten, im Bauerngarten, an Sonne bis Halbschatten.

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