Welche Zitrusfrüchte im Topf auf der Terrasse anbauen?

Welche Zitrusfrüchte im Topf auf der Terrasse anbauen?

Unkomplizierte Sorten für den Kübel

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. Dezember 2025  durch Marion 6 min.

Zitrusfrüchte: essbare Früchte, duftende Blüte und exotisches Laub. Meist im Topf: frostfrei überwintern, sonnig auf Terrasse oder Balkon. 6 Arten.

Schwierigkeit

Kumquat ‘Nagami’: Früchte mit essbarer Schale

‘Nagami’: winterharter Kumquat mit aromatischen Früchten, essbarer Schale und Ernte von Januar bis März. Ideal für sonnige Terrassen.

Mittelmeer-Mandarine ‘Keraji’: kleine Zitrusfrucht für Balkon oder kleine Terrasse

‚Keraji‘ ist eine Sorte der Mittelmeer-Mandarine (Citrus reticulata) aus Japan. Sie ist in vielerlei Hinsicht interessant. Zunächst handelt es sich um eine kleine, kompakt wachsende Zitrusfrucht, die sich ideal für die Topfkultur auf begrenztem Raum eignet. Ausgewachsen wird sie nur 1,50 m hoch und 1,20 m breit.

Diese Zitrusfrucht erweist sich zudem als recht winterhart und verträgt vorübergehend Temperaturen von durchschnittlich bis zu -10 bis -12 °C. Dadurch kann sie in vielen Regionen auf der Terrasse im Freien bleiben, sofern Sie sie nicht wegen ihrer Früchte kultivieren (diese vertragen keinen Frost). In diesem Fall sollten Sie sie stets gut vor vorherrschenden Winden schützen und ihr mit Wintervlies zusätzlichen Schutz bieten. Wenn Sie ihre Früchte genießen möchten, überwintern Sie sie an einem hellen, ungeheizten Ort.

Die Blüte setzt im Frühjahr zwischen April und März ein und verströmt einen Neroli-Duft. Unsere Zitrusfrucht bildet anschließend leicht abgeflachte, gelb-orangefarbene Früchte mit einem Durchmesser von 6 cm. Ihr Geschmack vereint bei Reife Säure und Süße. Die Schale lässt sich leicht entfernen, wie bei allen Mandarinen. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig, kann aber Kerne enthalten. Jung und noch grün geerntet, können diese Früchte in der Küche auch als Zitronenersatz verwendet werden. Die Ernte erfolgt zwischen November und März.

Wie die meisten Zitrusfrüchte trägt auch die Mittelmeer-Mandarine ‚Keraji‘ immergrünes Laub, das ganzjährig erhalten bleibt und ihr zusätzlichen Zierwert verleiht.

Zitrusfrucht

Citrus reticulata Keraji

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Calamondin: Eine der wenigen Zitrusfrüchte für Innenräume

Diese Zitrusfrucht ist ein Hybrid aus Kumquat und Mittelmeer-Mandarine. Sie bleibt klein und wird in allen Richtungen höchstens 2 Meter groß, sodass sie sich problemlos im Topf auf der Terrasse kultivieren lässt.

Die meisten Zitrusfrüchte vertragen die warme, trockene Luft in unseren Wohnräumen nicht. Der Calamondin (Citrus madurensis) bildet eine Ausnahme, denn er gehört zu den wenigen Zitrusfrüchten, die sich im Haus oder in der Wohnung kultivieren lassen. Daher wird er auch „Zimmerorange“ genannt. Dieser Vorteil erleichtert die Überwinterung, denn starke Fröste verträgt er nicht (seine Winterhärte liegt kaum über -5 °C). Zur Pflege genügt es, regelmäßig zu gießen, damit die Erde frisch (feucht) bleibt, und das Laub zu besprühen, um Spinnmilben fernzuhalten. Sobald die warme Jahreszeit zurückkehrt, können Sie Ihre Zitrusfrucht im Topf wieder auf die Terrasse stellen, damit sie Sonne bekommt und von Insekten bestäubt werden kann.

Als sehr dekorativer Strauch kann dieser Obstbaum fast das ganze Jahr über blühen und fruchten, von März bis September. Seine kleinen, duftenden weißen Blüten erfüllen die Umgebung mit ihrem Duft, bevor sie kleinen Früchten Platz machen. Diese grünen, gelben oder orangefarbenen Mandarinen haben einen Durchmesser von 2 bis 4 cm und erreichen meist im Winter ihre Reife. Sie schmecken recht säuerlich und erinnern an Hybride Orange, sind jedoch blumiger und aromatischer. Durch Kochen lassen sich diese besonderen Aromen mildern, die nicht jedem zusagen.

Zitrusfrucht

Calamondin, Citrus madurensis oder Citrus mitis

Zitronenbaum ‘Meyer’: blühende Sorte mit milden Früchten

Dieser Zitronenbaum (Citrus limon) schenkt uns im Winter große Früchte mit einem Durchmesser von etwa 5 cm. Sie haben eine dünne, glatt glänzende, gelborange Schale. Ihr saftiges Fruchtfleisch schmeckt säuerlich, ist aber weniger sauer als das herkömmlicher Zitronen. In der Küche wird er dennoch genauso verwendet – für Gebäck, Desserts und Marmeladen ebenso wie zum Verfeinern herzhafter Speisen. Die Blüte erscheint vor allem im Frühjahr und Herbst. Sie ist ebenso duftend wie bei anderen Zitrusfrüchten und verströmt intensive Blütennoten.

Die Früchte hängen fast das ganze Jahr über am Strauch und verleihen ihm ein exotisches Aussehen. Meist erreichen sie im Winter ihre Reife und können dann geerntet werden.

Seine buschige Wuchsform erreicht 2,50 m Höhe und 1,50 m Breite, sodass er problemlos im Topf kultiviert werden kann. Geben Sie ihm einen sonnigen Standort auf der Terrasse, geschützt vor kalten, austrocknenden Winden. Er ist bis etwa -10 °C winterhart und sollte an einem hellen, ungeheizten Ort überwintert werden.

Zitrusfrucht

Citrus x meyeri

Orangenbaum 'Washington Navel': bewährte Wahl

Der Orangenbaum (Citrus sinensis) ‘Washington Navel’ gehört zu den beliebtesten Sorten und trägt Früchte, die häufig im Handel erhältlich sind. Dieser sehr ertragreiche Strauch schenkt uns große, leuchtend orangefarbene Früchte mit einem Durchmesser von bis zu 10 cm. Sie sind kernlos und lassen sich mühelos schälen. Das Fruchtfleisch ist saftig, leicht knackig und sehr saftreich. Die süßen, leicht säuerlichen Früchte können frisch verzehrt oder verarbeitet werden. Die Ernte erfolgt im Winter zwischen Dezember und März, sobald die Früchte reif sind.

Die Blüte zeigt sich im Frühjahr mit hübschen, kleinen und stark duftenden weißen Blüten. Diese Zitrusfrucht erreicht ausgewachsen eine Höhe von 2,50 m und eine Breite von 1,50 m. Ihr Wachstum ist schnell, und der Orangenbaum besitzt eine sehr dekorative, rundliche Wuchsform.

Wählen Sie für die Kultur ein ausreichend großes Gefäß, das 2- bis 3-mal größer als der Wurzelballen ist, da Zitrusfrüchte keinen beengten Wurzelraum mögen. Um den Orangenbaum im Topf leichter von der Terrasse zum Winterquartier zu bewegen, empfiehlt sich ein Gefäß mit Rollen. Diese Zitrusfrucht muss vor winterlicher Kälte geschützt werden, da sie Temperaturen unter etwa -8 °C nicht verträgt.

Zitrusfrucht

Citrus sinensis Washington Navel

Hybrid-Zitronat-Zitrone 'Pigmentata': blutrote Früchte

Die Zitronat-Zitrone ist der Vorfahre des Zitronenbaums. Hier entstand die Sorte ‚Pigmentata‘ durch die Hybridisierung dieser beiden Zitrusfrüchte. Dieser kräftige Strauch wird etwa 2 m hoch und 1,50 m breit.

Er blüht im Frühjahr zwischen April und Juni und zeigt dabei duftende weiße Blüten. Die Blüte ist im Sommer manchmal remontierend. Anschließend erscheinen sehr dekorative und außergewöhnliche Früchte mit einem Durchmesser von bis zu 8 cm. Es handelt sich um Zitronen mit dicker, genoppter Schale, die zunächst gelb und stark rot gefärbt ist und sich bei Reife blutrot verfärbt. Das wenig saftige Fruchtfleisch schmeckt eher sauer, ist aber sehr aromatisch. Die Früchte lassen sich wie Zitronen verwenden: Saft und Zesten verfeinern sowohl süße als auch herzhafte Gerichte. Auch für kandierte Schalen sind sie ideal. Ernten Sie die Früchte zum Jahresende zwischen Oktober und Dezember.

Diese rote Zitronat-Zitrone ist eine seltene Sorte und daher bei Spezialisten sehr begehrt. Sie gehört jedoch zu den am wenigsten winterharten Zitrusfrüchten und verträgt kaum Frost (Winterhärte etwa -3 °C). Wie andere Zitrusfrüchte braucht sie Sonne, um sich gut zu entwickeln. Mit einer Höhe von 2 m und einer Breite von 1,50 m hat unsere Zitronat-Zitrone eine eher ausladende Wuchsform. Während der kalten Jahreszeit wird sie im Topf frostfrei überwintert.

Zitrusfrucht

Citrus medica Pigmentata

Zu beachten ist, dass diese Zitrusfrucht sehr dornig ist. Stellen Sie sie daher nicht zu nah an Durchgängen auf Ihrer Terrasse oder Ihrem Balkon.

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