Wurzelgemüse: 7 unverzichtbare Sorten
Beste Wurzelgemüse-Sorten zum Anbau
Inhaltsverzeichnis
Wurzelgemüse: 7 unverzichtbare Gemüsearten für den Anbau. Sie wachsen unterirdisch, ähneln sich in der Kultur und sind lange lagerfähig.
Kartoffel, unverzichtbares Wurzelgemüse
Die Kartoffel, Solanum tuberosum, ist ein Wurzelgemüse aus der Familie der Nachtschattengewächse und aus unseren Gemüsegärten sowie der französischen Küche nicht wegzudenken. Als mehrjährige Pflanze wird sie einjährig kultiviert und entwickelt je nach Sorte Knollen mit festem, mehligem oder zartem Fleisch. Die Schale der Kartoffel kann ebenso wie ihr Fleisch verschiedene Farben annehmen, von Gelb über Rosa und Violett bis Rot. Reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Kohlenhydraten und Proteinen, wird sie gekocht verzehrt und für zahlreiche Gerichte verwendet.

Anbau im Gemüsegarten
Die vorgekeimten Kartoffeln pflanzt man geschützt im Februar für die Frühkartoffeln und von Mitte März bis Mai für die übrigen Sorten in einen Boden mit 10 °C. Kartoffeln gedeihen an einem sonnigen Standort in tiefem, nährstoffreichem, gut verrottetem Kompost angereichertem Boden. Während des Wachstums können sie ein- bis zweimal angehäufelt oder mit einer dicken Mulchschicht bedeckt werden. Bei längerer Trockenheit sollten Sie gießen. Kartoffeln werden geerntet, sobald das Laub vergilbt, und lassen sich mehrere Monate an einem kühlen, trockenen, luftigen und dunklen Ort lagern.
Welche Sorte wählen?
Bauen Sie die Kartoffel ‘Rosabelle’ wegen ihrer Knollen mit roter Schale und zartem, schmackhaftem Fleisch an.
Wenn Sie gute Pommes frites lieben, kommen Sie an der Kartoffel ‘Bintje’ mit ihrem zartschmelzenden, mürben Fleisch nicht vorbei.
Mit ihrem halb festen Fleisch ist die Kartoffel ‘Charlotte’ eine sehr ertragreiche Sorte, die sich für viele Zubereitungsarten eignet.
Lassen Sie sich von der ungewöhnlichen Form der Kartoffel ‘Ratte’ nicht abschrecken: Ihre Knollen haben feines Fleisch von hervorragender Qualität und einen ausgezeichneten Geschmack.
→ Alles über die Kartoffel in unserem ausführlichen Steckbrief
Lesen Sie auch
Anbau, Ernte und Lagerung von KartoffelnDie Möhre: weltweit angebautes Wurzelgemüse
Die Möhre, Daucus carota, ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler und ein weit verbreitetes und weltweit konsumiertes Wurzelgemüse. Ihre fleischige, längliche Pfahlwurzel besitzt eine Epidermis und ein Fruchtfleisch, deren Farbe je nach Sorte von Orange über Gelb und Rot bis Purpur reicht. Im zweiten Kulturjahr bildet die Möhre einen Blütenstängel mit kleinen, weißen, bienenfreundlichen Blüten. Reich an Vitaminen (A, B6, K, B1, C, E usw.) wird die Möhre in vielen Gerichten gekocht oder roh verzehrt.

Anbau im Gemüsegarten
Als zweijährige Pflanze wird die Möhre im Gemüsegarten ab Februar ausgesät, für eine Ernte im Zeitraum vom Sommer bis zum Herbst. Die Keimung erfolgt meist 25 Tage nach der Aussaat. Nach dem Auflaufen müssen Möhrenpflanzen vereinzelt werden, sodass alle 5 cm eine Möhre steht. Abgesehen davon benötigt sie keine besondere Pflege. Da sie sehr winterhart ist, können Möhren dunkel in trockenem Sand gelagert werden.
Welche Sorte wählen?
Setzen Sie auf die sehr klassische Möhre ‘Touchon’ mit ihren halblangen, zarten und knackigen Wurzeln, die vielen schmecken.
Entdecken Sie die Möhre ‘Nanco’ mit gleichmäßigen, zylindrischen und bis ins Herz zarten Wurzeln.
Bringen Sie Farbe auf den Teller mit der Möhre ‘Purple Elite’ und ihren langen, dunkelpurpurfarbenen Wurzeln mit süßem, zartem Fruchtfleisch.
Wählen Sie mit der Möhre ‘chantenay’ eine alte Sorte mit halblangen, dicken, kegelförmigen und abgerundeten Wurzeln.
Rettich: kleines Wurzelgemüse mit Pfiff
Das Radieschen, Raphanus sativus, ist ein einjähriges oder zweijähriges Wurzelgemüse aus der Familie der Kreuzblütler. Es gibt drei große Kategorien: Monatsradieschen (klein und rosa), Rettich (groß und schwarz) sowie Daikon oder japanischen Rettich (weiß). Sie sind reich an Vitamin C, Phosphor und Magnesium und werden roh mit Salz oder gekocht wie Rüben gegessen. Ihr scharfer Geschmack wird durch den enthaltenen Schwefel verursacht. Auch die frischen Blätter können verzehrt und zum Verfeinern von Suppen verwendet werden.

Anbau im Gemüsegarten
Der Anbau von Radieschen ist recht einfach. Meist setzt man sie an einen sonnigen Standort; im Sommer ist jedoch Halbschatten besser. Man sät sie in fruchtbaren Boden ohne frische organische Substanz und mit guter Drainage. Leichtes, regelmäßiges Gießen ist dabei ebenso wichtig wie das Ausdünnen. Durch gestaffelte Aussaaten können Sie einen großen Teil des Jahres Radieschen ernten.
Welche Sorte wählen?
Für eine Frühjahrsernte bauen Sie das Radieschen ‘Kiva’ an, die früheste Sorte: Sie wächst schnell und überzeugt geschmacklich.
Unter den schossfesten Monatsradieschen wird Sie das Radieschen ‘Flamboyant’ mit seiner leuchtend roten Farbe und weißen Spitze begeistern.
Das Radieschen ‘Raxe’ ist eine vielseitige Sorte mit schmackhaften, hübschen, runden und leuchtend roten Wurzeln.
Für mehr Abwechslung ist das Radieschen ‘Zlata’ eine gute Wahl: eine runde Sorte mit leuchtend gelber Schale und mildem, zartem Fruchtfleisch.
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Erfolgreicher MöhrenanbauRote Bete: pflegeleichtes Wurzelgemüse
Die Rote Bete, Beta vulgaris, ist ein Wurzelgemüse aus der Familie der Gänsefußgewächse, das wegen seiner fleischigen, gekocht oder roh verzehrten Wurzeln angebaut wird. Diese enthalten langkettige Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Eiweiß und Vitamin B9. Als zweijähriges und winterhartes Gemüse wird sie bereits im ersten Jahr geerntet. Während die bekanntesten Sorten eine rote Schale und ein rotes Fleisch aufweisen, gibt es auch Rote Bete mit weißem, gelbem, orangem oder sogar rosa gestreiftem Fleisch. Insgesamt gibt es drei große Gruppen: Rote Bete für den Gemüseanbau, Zuckerrüben und Futterrüben.

Anbau im Gemüsegarten
Die pflegeleichte Rote Bete bevorzugt insbesondere einen vollsonnigen Standort sowie frische, nährstoffreiche Böden. Sie wird meist von Mitte April bis Juli direkt ins Freiland gesät, für eine Ernte von Juli bis Oktober. Im Stadium mit 5 Blättern (10 cm hoch) muss die Rote Bete vereinzelt werden, sodass nur eine Pflanze alle 20 cm steht. Die Rote Bete benötigt während des Anbaus keine besondere Pflege, außer regelmäßigem Hacken und Jäten.
Welche Sorte wählen?
Lassen Sie sich von der Roten Bete ‘Chioggia’ begeistern, einer außergewöhnlichen Sorte mit zweifarbigem Fleisch, die bei Feinschmeckern besonders beliebt ist.
Setzen Sie auf den Geschmack einer alten, winterharten Sorte wie der Roten Bete ‘Crapaudine’ mit dunkelrotem Fleisch.
Die Ägyptische Schwarze Rote Bete mit ihren flachen Wurzeln ist besonders gut lagerfähig und einfach anzubauen.
Entdecken Sie die Rote Bete ‘Cylindra’, eine alte Sorte mit langen Wurzeln, violetter Schale sowie mildem, süßem Geschmack.
→ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber Rote Bete: die besten Sorten
Knollensellerie: Gemüse mit entschlackender und antioxidativer Wirkung
Knollensellerie, Apium graveolens var. rapaceum, ist ein Wurzelgemüse aus der Familie der Doldenblütler. Er wird wegen seiner fleischigen Wurzel angebaut, die einen würzigen Geschmack bietet. Reich an Vitaminen, Kupfer, Eisen und Jod ist Knollensellerie für seine entschlackenden und antioxidativen Eigenschaften bekannt. Meist wird die Knollensellerie-Wurzel roh in Salaten oder als Remoulade verzehrt. Sie kann auch gekocht in Tomatensoße, gebraten, als Gratin, Püree oder Puffer zubereitet werden. Die Blätter verleihen Suppen ein angenehmes Aroma.

Anbau im Gemüsegarten
Knollensellerie ist einfach anzubauen und eine winterharte, robuste Pflanze. Die Aussaat erfolgt zwischen März und April unter beheiztem Schutz für eine Ernte im Herbst und Winter. Die Keimung von Knollensellerie dauert lange und benötigt Wärme und Feuchtigkeit. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen daher etwa 6 bis 7 Monate. Im Garten pflanzt man Knollensellerie an einem sonnigen bis halbschattigen Standort und achtet auf häufiges, reichliches Gießen.
Welche Sorte wählen?
Wählen Sie Knollensellerie ‘Monarch’ mit seiner runden, großen Knolle und dem weißen, feinen, dichten und festen Fruchtfleisch.
‘Prager Riese’ ist eine alte Sorte mit einer großen, gleichmäßigen Knolle und weißem, fleischigem, knackigem Fruchtfleisch von feinem Geschmack.
Für eine frühe Ernte empfiehlt sich Knollensellerie ‘Ibis’ mit einer runden, glatten Knolle und weißem Fruchtfleisch.
Knollensellerie ‘Alba’ ist eine winterharte, sehr aromatische Sorte mit einer fleischigen Knolle und besonders feinem Geschmack.
Die Rübe, ein Wurzelgemüse mit feinem Geschmack
Die Rübe, Brassica rapa, ist eine Gemüsepflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Sie wird wegen ihrer kugeligen, je nach Sorte langen bis halblangen oder sogar flachen Wurzel angebaut. Die Farbe der Rübe reicht von Weiß bis Schwarz und umfasst auch Gelb, Rosa und Violett. Die harntreibende, erfrischende, remineralisierende und vitaminreiche Rübe wird für ihren sehr feinen Geschmack geschätzt. Sie verfeinert schmackhafte Gerichte wie Pürees, Eingemachtes und Eintöpfe. Sie lässt sich wunderbar mit anderem Wurzelgemüse wie Kartoffel und Möhre kombinieren.

Anbau im Gemüsegarten
Die Rübe ist einfach anzubauen und pflegeleicht, benötigt jedoch regelmäßiges Jäten, Hacken und Gießen. Ein Mulch reduziert diesen Pflegeaufwand. Regelmäßiges Gießen bleibt dennoch der Schlüssel zu einer erfolgreichen Rübenkultur. Sommerrüben werden zwischen Mai und Juli ausgesät, Herbst- und Winterrüben zwischen Juli und August. Der Boden sollte locker, frisch, nährstoffreich und kalkfrei sein, der Standort sonnig bis halbschattig. Zu beachten ist, dass die Rübe empfindlich auf Frost, Trockenheit sowie im Sommer auf zu heiße und sonnige Standorte reagiert.
Welche Sorte wählen?
Bauen Sie die Rübe ‘Milan rouge’ an, eine frühe Sorte mit abgeflachten Wurzeln und zartem, mildem, schmackhaftem Fleisch.
Die Rübe de Croissy bildet halblange, spitze Wurzeln mit weißer Haut und weißem Fleisch, die sehr groß werden können und süß sowie mild schmecken.
Als Herbstsorte bildet die Rübe de Nancy runde Wurzeln mit rosafarbenem Hals, die lange in der Erde, im Keller oder Silo gelagert werden können.
Die gelbe Rübe ‘Boule d’Or’ wird wegen ihres guten Geschmacks angebaut. Sie ist eine alte Sorte mit schönen, leuchtend gelben Wurzeln und süßem, festem, sehr aromatischem Fleisch.
Kohlrabi: unterschätztes Wurzelgemüse
Der Kohlrabi, Brassica oleracea var. gongylodes, ist ein wenig bekanntes Wurzelgemüse aus der Familie der Kreuzblütler. Man baut ihn wegen seines Stängels an, der an der Basis eine kugelige, fleischige Verdickung bildet, die einer Wurzel ähnelt. Roh wird er wegen seines kastanienartigen Geschmacks verzehrt, der gut zu Rettich passt, aber auch gekocht als Gratin oder mit Honig glasiert, wegen seines feinen, rübenähnlichen Geschmacks. Reich an Vitamin B9 und C, gilt er als vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Anbau im Gemüsegarten
Der feuchtigkeits- und kühleliebende Kohlrabi gehört zu den anspruchslosesten Kohlarten, benötigt jedoch einen mit Kompost oder gut verrottetem Mist angereicherten Boden. Er wächst in tiefem, feuchtem Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Kohlrabi wird je nach Sorte zwischen März und Mitte Juli ausgesät und zwischen Mitte April und Ende August ins Beet gepflanzt, für eine Ernte nach durchschnittlich 75 Tagen ab der Aussaat. Unkrautjäten, Hacken und regelmäßiges Gießen sind für gutes Wachstum nötig.
Welche Sorte wählen?
Setzen Sie auf den Kohlrabi ‘Superschmelz’, eine geschmacklich interessante Sorte mit riesigen, bis zu 10 kg schweren Knollen.
Die Sorte mit leicht abgeflachter, runder Knolle ‘Azur Star’ bietet eine wunderschöne violette Farbe sowie schmackhaftes, selten faseriges weißes Fleisch.
Der weiße Wiener Kohlrabi ist eine frühe französische Sorte mit weißen, hellgrün überhauchten Knollen und feinem Geschmack sowie zartem Fleisch.
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