Eleagnus richtig wählen?

Eleagnus richtig wählen?

Kaufratgeber: die richtige Wahl

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Virginie T. 7 min.

Die Ölweide (Elaeagnus) ist ein beliebter Strauch mit vielfältigem, einfarbigem oder panaschiertem Laub. Sie eignet sich für Hecken und Windschutz und erfreut mit duftender Blüte und essbaren Beeren. Der robuste Strauch trotzt Kälte, Wind, Hitze und salzhaltiger Luft.

Man unterscheidet immergrüne Ölweiden wie Elaeagnus ebbingei und seine zahlreichen Kultivare, die ihr Laub im Winter behalten, von sommergrünen Arten wie Elaeagnus angustifolia. Auch sie sind sehr attraktiv! Alle bringen gold- oder silberfarbene Lichtakzente in den Garten. Wählen Sie eine Sorte mit panaschiertem Laub, die dunklere Gartenbereiche aufhellt, oder einen Strauch mit weich behaartem, silbergrauem Laub. Die Wahl kann auch von Größe und Verwendung abhängen.

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Schwierigkeit

Immergrün oder sommergrün?

Die Gattung umfasst 45 Arten sowie zahlreiche Kultivare, darunter immergrüne und sommergrüne Ölweiden.

Immergrüne Ölweiden

An erster Stelle steht Elaeagnus ebbingei mit etwa zehn Kultivaren (‘Limelight’, ‘Gilt Edge’) sowie Elaeagnus pungens ‘Maculata’. Sie behalten ihr Laub im Winter und blühen den ganzen Herbst über mit kleinen, duftenden cremeweißen Glöckchen, auf die essbare Früchte folgen. Sie sind etwas weniger winterhart als sommergrüne Sorten (-12 bis -15 °C in perfekt durchlässigem Boden) und eignen sich eher für milde Regionen. Als Küstenpflanzen sind sie ideal, da ihr Laub salzhaltige Gischt gut verträgt. Immergrüne Ölweiden kommen nach dem Einwachsen bestens mit sommerlicher Trockenheit zurecht, sommergrüne Arten sind frosthärter, aber etwas trockenheitsempfindlicher.

Sommergrüne Ölweiden

Sie zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Frosthärte aus (mindestens bis -20 °C), wachsen daher überall in Frankreich und blühen meist im Mai und Juni. In milden Regionen sind sie halbimmergrün oder marzeszent, das heißt, trockene Blätter bleiben im Winter an den Zweigen haften. Zu ihnen gehören Elaeagnus angustifolia, auch Schmalblättrige Ölweide oder „Indischer Zederachbaum“ genannt, mit dornigen Zweigen, sowie Elaeagnus umbellata. Sie sind völlig unempfindlich gegenüber Luftverschmutzung und bilden auch hervorragende Hecken in geschützten Stadtgärten.

Die richtige Ölweide auswählen

Elaeagnus ebbingei ‘Gilt Edge’ und Elaeagnus angustifolia, auch Schmalblättrige Ölweide oder Indischer Zederachbaum genannt, hier als majestätischer Baum (Foto: G. David)

Je nach Laubfarbe

Ob sommergrün oder immergrün: Ölweiden bieten eine große Vielfalt an Blattformen und -farben, die je nach Art und Sorte variieren. Die Farbpalette reicht von glänzendem Dunkelgrün über Silbergrau und Blaugrün bis hin zu leuchtend gelb panaschierten Blättern.

Ölweiden mit einfarbigem Laub

Bei den Ölweiden ist einfarbiges Laub weit verbreitet. Mit silbergrauen oder grünen Reflexen bewegt es sich im kleinsten Windhauch und funkelt in der Sonne. Zu den schönsten Vertretern zählen:

  • Die Elaeagnus x ebbingei oder Wintergrüne Ölweide ist die verbreitetste Ölweide. Sie ist eine Kreuzung aus Elaeagnus macrophylla und pungens. Aus ihr gingen rund zehn Kultivare hervor, darunter mehrere mit panaschiertem Laub. Ihre elliptischen Blätter sind 6 bis 10 cm lang, dunkelgrün und zeigen metallisch-silbrige Reflexe. Im Alter erreicht sie 2 bis 4 m Höhe und Breite.
  • Die Elaeagnus angustifolia, auch Schmalblättrige Ölweide oder „Ölbaum von Böhmen“ genannt, bildet einen sommergrünen Strauch, der über 5 m hoch und 4 m breit werden kann. Sie ist besonders winterhart (bis -40 °C). Ihre schmalen, 3 bis 5 cm langen Blätter sind stark silbrig und seidig und erinnern an die Blätter des Ölbaums. Mit zunehmendem Alter bilden die Zweige einen leicht überhängenden Wuchs.
  • Die Elaeagnus commutata ‘Zempin’ oder Silber-Ölweide bildet rasch einen bis zu 4 m hohen sommergrünen Strauch. Der Kultivar ‘Zempin’ ist eine neue Form mit dornlosen Zweigen und besonders schönem, lanzettlichem, silbrigem Laub: oben graugrün und matt, auf der Unterseite silbrig und glänzend. Durch die Fülle und Leuchtkraft seines im Wind und Licht spielenden Laubes ist er schon von Weitem auffällig.
  • Die Elaeagnus umbellata oder Korallen-Ölweide verliert in der kalten Jahreszeit ihr Laub, wächst jedoch schnell und ist ausgezeichnet winterhart. Sie bildet rasch einen großen, dicht verzweigten Strauch, der bis zu 4 m hoch und 3 m breit wird. In mildem Klima ist ihr Laub teilweise immergrün. Die schmalen, gewellten Blätter sind oben mehr oder weniger bläulichgrün und matt, unten silbrig und seidig. Die dekorative Herbstfrucht besteht aus kleinen, johannisbeerroten essbaren Beeren. Sie sind reich an Vitaminen und Antioxidantien und werden wegen ihrer medizinischen und kulinarischen Eigenschaften geschätzt. Man kann sie roh, als Kompott, Gelee oder Konfitüre genießen.
  • Die Elaeagnus multiflora oder Vielblumige Ölweide gehört zur asiatischen Ölweiden-Gruppe. Wie ihre Verwandten umbellata und angustifolia ist sie meist sommergrün und trägt essbare Früchte. Innerhalb von 5 bis 6 Jahren bildet sie einen verzweigten, buschigen Strauch, der bis zu 3 m hoch und breit wird. Ihre ovalen, 3 bis 10 cm langen Blätter haben gewellte Ränder. Oben sind sie mattgrün, auf der Unterseite silbrig bis orangebraun. Neben üppigem Wuchs trägt sie im Juli und August kleine, kirschrote essbare Drupen.

Elaeagnus ebbingei und Elaeagnus umbellata oben rechts mit grünem Laub sowie Elaeagnus commutata ‘Zempin’ mit silbrigen Blättern

Ölweiden mit panaschiertem Laub

Ölweiden gibt es in zahlreichen Kultivaren mit panaschiertem, berandetem oder geflecktem Laub in Hell- und Dunkelgrün sowie Creme und Gelb. Die immergrünen panaschierten Kultivare von E. x ebbingei sind am weitesten verbreitet. Sie sind ganzjährig äußerst dekorativ und besonders leuchtend. Ideal, um triste Bereiche und dunkle Ecken im Garten aufzuhellen.

  • Die Elaeagnus ebbingei ‘Gilt Edge’ zeichnet sich durch immergrüne, dunkelgrüne Blätter mit metallischem Glanz und zitronengelbem Rand aus. Sie werden 6 bis 10 cm lang. Dieser sehr winterharte Kultivar der Wintergrünen Ölweide wird bis zu 2 m hoch und bildet ganzjährig einen dichten, rundlichen und von September bis Oktober stark duftenden Busch.
  • Die Elaeagnus ebbingei ‘Limelight’ ist wohl die leuchtendste Sorte der Wintergrünen Ölweide! Ihr glänzendes, ledriges Laub ist auf hellgrünem Grund in der Mitte wunderschön leuchtend gelb bis cremegelb gefleckt, auch im Winter ein Blickfang. Die Blätter werden 6 bis 10 cm lang. Der mittelgroße, dichtbuschige Strauch ist wuchsfreudiger als ‘Gilt Edge’. Auf die duftende Herbstblüte folgen dekorative essbare Früchte, die kleinen kupfer- und silberfarbenen Oliven ähneln.
  • Die Elaeagnus ebbingei ‘Eleador’ ist eine prächtige Sorte mit immergrünem, leuchtend gelbem bis goldgelbem, grün berandetem und geflecktem Laub. Sie wächst besonders harmonisch und dicht. Da sie weniger winterhart als die Elternart ist, sollte sie in Küsten- oder Trockengärten mit relativ milden Wintern gepflanzt werden.
  • Die Elaeagnus pungens ‘Maculata’ zeichnet sich durch eine kugelige, gut verzweigte Wuchsform aus. Der dichtbuschige Strauch mit bogigen Zweigen wird 3 bis 4 m hoch und trägt prächtige Blätter mit gewellten Rändern, die glänzend grün und in der Mitte dunkelgelb gefleckt sind. Die immergrünen, ledrigen Blätter werden 4 bis 10 cm lang.

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Je nach Verwendung

Ölweiden bieten eine große Vielfalt an Wuchsgrößen: von Hecken- oder Beetsträuchern mit höchstens 3 m Höhe bis zu kleinen Bäumen von maximal 10 m Höhe und fast ebenso großer Breite. Dadurch lassen sie sich vielseitig einsetzen. Einige sind wegen ihrer stattlichen Größe besonders für die Einzelstellung geeignet.

Als Hecke

Alle Ölweiden wachsen schnell und eignen sich bestens für rasch wachsende Hecken. Immergrüne Sorten wie Elaeagnus × ebbingei und Elaeagnus pungens ‘Maculata’ sind eine ausgezeichnete Wahl für frei wachsende oder geschnittene Hecken sowie Windschutzhecken aus einer oder mehreren Arten.

Mit seinen scharfen Dornen eignet sich Elaeagnus angustifolia auch für eine schöne Schutzhecke. Die Arten umbellata und multiflora (Vielblumige Ölweide) tragen essbare und dekorative Früchte. Sie eignen sich daher gut für Obsthecken und begeistern neugierige Gärtner sowie Liebhaber seltener Beerenfrüchte.

Eleagnus multifore, Goumy, Goumi du Japon Goumi,

Elaeagnus multiflora, auch Vielblumige Ölweide genannt

Als Solitär

Manche Ölweiden wirken durch ihre natürliche Eleganz und spektakuläre Erscheinung ganz für sich allein. Elaeagnus commutata ‘Zempin’ ist eine auffällige Selektion mit breiter, aber lockerer Wuchsform. Sie erreicht bis zu 4 m Höhe und 3 m Breite. Sorten mit panaschiertem Laub eignen sich gut als Solitär im Beet.

Im großen Kübel

Eine Ölweide lässt sich im Topf auf Terrasse oder Balkon kultivieren, um den intensiven Duft ihrer kleinen Blüten voll zu genießen. Wählen Sie ein ausreichend tiefes Gefäß mit mindestens 30 cm Höhe und 40 cm Durchmesser. Entscheiden Sie sich für immergrüne Sorten mit sehr kompakter Wuchsform wie Elaeagnus ebbingei ‘Compacta’ und Elaeagnus ebbingei ‘Maryline Abrela’. Beide immergrünen Kultivare wachsen langsamer als die typische Art. Sie werden selten höher als 2 m und breiter als 1,50 m. Kennzeichnend sind ihre besonders dichte, buschige Wuchsform, gute Verzweigung und das kräftig gelb gezeichnete, dunkelgrün berandete Laub.

→ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Wie kultiviert man eine Ölweide im Topf?

Als Formschnitt

Ölweiden vertragen auch starken Rückschnitt sehr gut und eignen sich daher für den Formschnitt. Bei immergrünen Arten empfiehlt sich ein regelmäßiger Rückschnitt, da er die Bildung neuer Triebe fördert und eine dichte, kräftige Wuchsform erhält. Elaeagnus × ebbingei und Elaeagnus pungens lassen sich ganz nach Wunsch in Form schneiden.

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