Navets auswählen?
Tipps für die richtige Wahl
Inhaltsverzeichnis
Rübe: nährstoffreich, mild und vielseitig. Tipps zu Sorten, Anbau, Aussaat, Ernte und Lagerung im Garten – roh, gekocht oder karamellisiert.
Je nach Form und Farbe
Bei Rüben gibt es zwei Typen: Manche bilden kugelige, abgeflachte oder rundliche Wurzeln, andere lange oder mittellange, zylindrische Wurzeln. Hinzu kommt die Farbe. Denn Rüben gibt es in vielen Farben – von Weiß über Gelb bis Violett und Schwarz.
Kugelige Rüben
Rund, zwiebelförmig, kugelig … Für diese Rüben gibt es viele Bezeichnungen. Ihre fleischigen Knollen sind kugelförmig oder an den Polen mehr oder weniger abgeflacht. Neben der Form spielt bei der Auswahl auch die Farbe eine Rolle. Die Rübe mit weißer und violetter Wurzel ist zwar am weitesten verbreitet, doch auch andere Farben bringen Abwechslung.
Weiß und violett: Die Rübe blanc à collet violet bildet ebenso eine perfekt kugelige Wurzel wie die Rübe de Nancy à feuille entière. Die späte Rübe Rave d’Auvergne und ihre frühe Variante bilden leicht abgeflachte Wurzeln mit schön weißem Fleisch. Die Rübe Plessis F1 zeigt eine hübsche rosaviolette Farbe, während die Rouge Plat Hâtif à feuille entière durch ihre violettrote Färbung auffällt.
Ganz in Weiß: Rüben können auch vollständig weiß sein, wie die Rübe Rave du Limousin, eine schöne regionale Sorte, oder die Rübe Plat de Hollande, eine alte Sorte mit reinweißer Epidermis und weißem Fleisch.
Gelb: Bei den gelben Rüben darf die Rübe Boule d’or mit ihrer schön runden Knolle ebenso wenig fehlen wie die Rübe Goldana, eine verbesserte Boule d’or mit festem, kräftig gelbem Fleisch. Die Hybride Oregon F1 überzeugt mit ihren gleichmäßigen, rundlichen, hellgelben Wurzeln.

Rüben gibt es in zahlreichen Formen und Farben
Längliche Rüben
Ob lang oder mittellang – diese Rüben ähneln in ihrer Form Möhren. Der Vergleich endet hier, denn Farbe und Geschmack unterscheiden sich von diesem anderen Gemüse. Rüben mit langen Wurzeln sind meist weiß, seltener schwarz und schmecken oft etwas schärfer als runde Rüben.
Weiß: Es gibt zahlreiche Sorten langer weißer Rüben, darunter Blanc Dur d’Hiver, 1/2 Long de Croissy und die Rübe Marteau. Sie schmecken köstlich im Eintopf.
Schwarz: Die Rübe Noir Long erinnert mit ihrer schwarzen Epidermis und dem weißen Fleisch an schwarzen Rettich.
Lesen Sie auch
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Generell werden Rüben geschmacklich oft unterschätzt. Viele empfinden sie als scharf, bitter oder manchmal erdig. Das ist durchaus nachvollziehbar, denn sie gehören zur Familie der Kreuzblütler und damit zu einer Pflanzenfamilie, der auch Kohl, Rettich und Brauner Senf angehören. Dabei schmecken sie oft angenehm mild, leicht pfeffrig und manchmal sogar süß.
Frühjahrsrüben sind meist deutlich zarter und weniger faserig als Herbst- oder Winterrüben mit kräftigerem Geschmack. So liefert die Mailänder Mairübe ‘Atlantic’ mit rosafarbenem Hals feines, schmackhaftes Fruchtfleisch, ebenso wie die frühe Rübe ‘Rouge Plat Hâtif à Feuille Entière’.
Wenn Sie eine Rübe mit festem, süßem Fruchtfleisch anbauen möchten, wählen Sie die Rübe ‘Marteau’ oder die Rübe ‘Long de Croissy’.
Die Rübe ‘De Péronne’, eine alte Sorte aus der Somme, zeichnet sich ebenfalls durch festes, süßes Fruchtfleisch und hohe Winterhärte aus.

Obwohl grundverschieden, überzeugen die Rübe ‘De Péronne’ und die Rübe ‘Long de Croissy’ mit feinem, süßem Geschmack
Die lange schwarze Rübe eignet sich dank ihres besonders feinen Fruchtfleisches ideal zum Rohessen und Raspeln.
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Je nach Produktivität
Aus einer Hybridisierung hervorgegangen, ist die gelbe Rübe Oregon eine sehr ertragreiche Sorte. Sie bildet schön runde, leuchtend gelbe Wurzeln, die besonders kältetolerant und platzfest sind. Zudem haben die Wurzeln einheitliche Größen und Formen und halten kaum Überraschungen bereit.
Die Schwarze Winter-Rettich aus dem Limousin ist ebenfalls ein Champion in Sachen Ertrag, unter anderem dank ihrer sehr großen Wurzeln, die trotz ihrer Größe süß bleiben. Ebenso wie die Nancy-Rübe mit ganzem Blatt, die zudem winterhart ist.

Die Schwarze Winter-Rettich aus dem Limousin und die Nancy-Rübe mit ganzem Blatt sind Ertragschampions
Generell sind Rüben mit langen Wurzeln ebenfalls sehr ertragreich: Die Blanc Dur d’Hiver gehört dazu, ebenso wie die Croissy-Rübe, die riesige Wurzeln bildet.
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Die Rübe kann über einen Teil des Jahres ausgesät und somit auch geerntet werden. Allerdings werden einige Sorten im Frühjahr und Sommer geerntet, andere erreichen im Herbst oder sogar im Winter ihre Reife.
Frühjahrs- und Sommersorten
Diese Rüben bilden kleinere Wurzeln, sind weniger lange haltbar, haben dafür aber einen milderen Geschmack. Frühe Sorten wie Navet D’Auvergne hâtif, Rouge Plat Hâtif à feuille entière, Milan à forcer à collet rose oder die Rübe Boule de Neige Snowball werden von Anfang bis Ende des Frühjahrs als Frühgemüse geerntet. Sie müssen jedoch im März oder April ausgesät werden.
Wenn Sie im Sommer Rüben genießen möchten, wählen Sie Sorten wie Demi-Long de Croissy, die Rübe de Milan Rouge oder die Rübe des Vertus.

Die Rübe d’Auvergne hâtif und die Rübe Boule de Neige Snowball (©La Ferme de Sainte-Marthe) werden im Frühjahr und Sommer geerntet, während Blanc dur d’Hiver und Europäische Trollblume für Herbst und Winter geeignet sind
Herbst- und Wintersorten
Diese Rüben sind besser haltbar. Sie werden im Sommer ausgesät und 2 bis 3 Monate nach der Aussaat geerntet. Die Rübe Blanc Dur d’Hiver ist für eine Ernte von September bis November ideal, ebenso wie Navet Plat de Hollande, Navet de Péronne, auch unter dem Namen Navet de Montesson bekannt, oder Navet Rave d’Auvergne Tardif. Nicht zu vergessen die erstaunliche Rübe Europäische Trollblume.
Je nach Haltbarkeit
Frühjahrs- und Sommerrüben halten im Kühlschrank wenige Tage. Herbst- und Winterrüben lagern länger: vor Frost ernten, trocknen und in Sand kühl und dunkel lagern.
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