Frischeoase für Garten und Terrasse schaffen
Tipps für eine kühle, erholsame Gartenecke
Inhaltsverzeichnis
2023 war das heißeste Jahr der Geschichte. Wasser wird 2024 im Garten zum Trend: Teich, Brunnen oder Trog schaffen Kühlung und fördern die Biodiversität.
Warum eine kühle Oase im Garten?
Eine grüne Oase mit Wasser spendet Schatten und Ruhe, schützt vor Hitze und Blicken, spiegelt Wolken und Pflanzen und bietet der Biodiversität Lebensraum.
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Teich oder Becken: Kraft sauerstoffspendender PflanzenWasser: unverzichtbares Element
Diese Gartengestaltung zeichnet sich durch üppige Bepflanzung und Wasser in vielfältigsten Formen aus – vom Naturpool für Glückliche bis zum kleinen Wasserlauf. Das sanfte Plätschern macht überhitztes Wetter erträglicher! Der Trend des Jahres: Unabhängig von Platz und Gefäß verlangt selbst die kleinste Stadtterrasse nach einem Wasserelement! Oft braucht es nicht viel: Je nach Platz und Vorlieben lässt sich eine kleine, erfrischende Ecke gestalten. Ein großer Garten oder aufwendige Bauarbeiten sind nicht nötig. Für Wasser und aquatische Pflanzen eignen sich zahlreiche Gefäße als Miniteiche: Zinkwannen und -bassins, Steintröge, halbe Holzfässer, einfache Wannen, ein großes Zinkbecken als minimalistischer Brunnen oder eine alte Badewanne. Sie schaffen einen kleinen Wassergarten und verleihen dem Bereich eine aquatische Note. Darin finden aquatische Pflanzen oder sogar einige Goldfische Platz. Beachten Sie folgende Tipps:
- Die Gefäße aus Holz, Kunststoff oder Metall sollten mindestens 40 cm tief sein, damit eine große Pflanzenauswahl möglich ist.
- Stellen Sie sie in den Halbschatten, um starke Verdunstung durch Hitze zu vermeiden und die Entwicklung von Flora und Fauna zu fördern, die viel, aber kein übermäßiges Licht benötigen.
- Stellen Sie sie nicht unter einen Baum, damit sie nicht zu Auffangkörben für Herbstlaub werden.
- Wählen Sie die Pflanzen passend zur Größe des Gefäßes.

Verschiedene Gefäße eignen sich auf der Terrasse oder in einem kleinen Garten als Miniteich
Für welchen Garten?
Dieses kühle Refugium fügt sich perfekt in naturnahe, englische, japanische, exotische und sogar moderne Gärten ein – oder in eine kleine Zen-Ecke auf Terrasse oder Balkon. Oft in großen Gärten geplant, lässt es sich beispielsweise ebenso leicht in kleine städtische Räume integrieren. Entscheidend ist, eine beruhigende Wasser- und Pflanzenwelt zu schaffen, die harmonisch mit dem restlichen Garten oder Wohnumfeld verbunden ist.
- In englischen Gärten, die meist romantisch und üppig wirken, finden sich Wasserstellen in Form kleiner Teiche, geschwungener Bäche zwischen den Blumenbeeten oder natürlicher Wasserfälle.
- In naturnahen oder wilden Gärten: Ein Teich zieht zahlreiche Tier- und Pflanzenarten an. In solchen Gärten stehen Biodiversität und natürliche Ökosysteme im Mittelpunkt.
- In modernen Gärten: Mit klarer, moderner Gestaltung verleiht eine gut geplante Wasserstelle ihnen Eleganz und Frische.
- In japanischen Gärten: Wasser ist hier ein zentrales Element, denn es symbolisiert Reinheit und Gelassenheit. Teiche, Wasserfälle und Brunnen werden oft mit Felsen und dekorativen Pflanzen kombiniert, insbesondere mit wolkenförmig geschnittenen Sträuchern.
- In spanischen Gärten: Auch hier zählt Wasser zu den prägenden Elementen. Als Teich, Brunnen oder Rinne symbolisiert es das Leben.
- In Schattengärten: Eine Wasserstelle, umgeben von Pflanzen für wenig Licht, ist hier ideal.
- Auf Terrasse oder Balkon: Wasserdichte Gefäße (Krüge, Schalen, Wannen usw.), die zu Miniteichen umfunktioniert werden, schaffen eine kühle Oase und fördern selbst im urbanen Raum die Biodiversität. Entdecken Sie Oliviers Tipps für einen kleinen Wassergarten auf Terrasse oder Balkon.
Gwenaelle nimmt Sie mit nach Bali: Gartentrend: der balinesische Garten.

Wasser ist ein zentrales Element in Zen- und japanischen Gärten
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Die gewählte Bepflanzung trägt zu einer dynamischen, ultrafrischen Gestaltung bei. Üppiges Laub und bienenfreundliche Blüten bilden den Grundpfeiler dieser „So-fresh“-Oase. Schattige Bereiche mit riesigen Blättern oder Kletterpflanzen sind ebenfalls wichtig, um mitten im Sommer einen erfrischenden Rückzugsort zu schaffen. Die Pflanzenauswahl umfasst wasserliebende oder nährstoffreiche, feuchte Böden bevorzugende, robuste und winterharte Pflanzen mit geringem Pflegeaufwand. Die meisten wachsen im Schatten oder Halbschatten, in milder Sonne, in der feuchten Atmosphäre eines Unterholzes oder in der Nähe eines Beckens oder Teichs. Die klimatischen Bedingungen in Ihrem Garten beeinflussen Ihre Auswahl. Prüfen Sie die Winterhärte der vorgesehenen Pflanzen und kultivieren Sie empfindlichere Arten im Topf, damit Sie sie leicht frostgeschützt überwintern können. Pflanzen Sie ruhig dicht und mulchen Sie großzügig, um den Bewässerungsaufwand zu verringern. Wählen Sie Pflanzen aus folgenden Gruppen:
- Kletterpflanzen für frische bis feuchte Böden: Hopfen ‘Pure’, Akebie, Große Kapuzinerkresse, Schizophragma fauriei, die rasch an Mauern, Spalieren und Pergolen emporwachsen und einen grünen Sonnenschirm oder Schattenspender bilden. Diese kräftigen Lianen eignen sich hervorragend für ein grünes Zimmer, das uns kühl und vor der Hitze geschützt hält. Sie blühen üppig und verringern zugleich die Sonneneinstrahlung sowie die Wärmeansammlung. Setzen Sie auch auf Geißblatt, Waldrebe und Rambler-Rose.
- Pflanzen für frische Böden: Riesenrhabarber, Reispapierbaum, Königsfarn, Hosta sieboldiana, Filipendula palmata, Astilbe ‘Chocolate Shogun’, Primula florindae (Tibet-Primel), Aquilegia vulgaris oder Akelei, Japanische Pestwurz, Zehrwurz und Farne oder auch die Hanfpalme Trachycarpus, die feuchte Standorte liebt.
- Uferpflanzen: Sie bevorzugen feuchte, sogar sumpfige Böden oder guten Gartenboden, der im Sommer lediglich frisch bleibt. Sie wachsen am Rand von Gewässern oder sogar mit den Füßen im Wasser, manche bis zu 20 cm tief. Eine Überwinterung unter Wasser vertragen sie jedoch schlecht: Sibirische Schwertlilie ‘Blue King’, Japanische Schwertlilie ‘Crystal Halo’ und ‘Diamant’, Anemone rivularis, Equisetum hyemale (der Schachtelhalm wächst auch in seichtem Wasser), Lythrum salicaria ‘Robert’ (Blut-Weiderich), Canna glauca ‘Australis’ (Blumenrohr). → Entdecken Sie alle unsere Uferstauden für feuchte Böden in unserer Online-Gärtnerei.
- Halbwasserpflanzen: Sie werden in seichtem Wasser am Rand des Teichs (je nach Art bis 30 bis 50 cm tief) oder in einem großen Gefäß auf der Terrasse mit den Füßen im Wasser gepflanzt: Butomus umbellatus (Doldige Schwanenblume), Hydrocotyle vulgaris (Gewöhnlicher Wassernabel), Thalia dealbata, Kleefarn, Pfeilkraut, Gemeines Sumpfried, Rohr Phragmites australis.
- Wasserpflanzen: Sie sind äußerst dekorativ, oft sauerstoffspendend und schadstofffilternd. Sie schwimmen an der Wasseroberfläche, ragen aus dem Wasser oder sind vollständig untergetaucht. Sie werden in 40 bis 60 cm Tiefe (bis 1 m) gepflanzt, auch in Gefäße: Seerosen (Nymphaea ‘Alba Delicata’, ‘Barbara Davies’, ‘Bateau’, ‘Carolina Sunset’…), Lotosblumen (Nelumbo nucifera ‘Chawan Basu’, ‘Les Enfants Rouges’, ‘Moling Qiuse’, ‘Double Bonheur’).
- Einige üppige Blüten wie die von Blumenrohr oder Strelitzia reginae schaffen exotische, dschungelartige Arrangements. Beide sind einfach zu kultivieren, solange sie im Sommer ausreichend Wasser erhalten.
→ Weitere Ideen für die Auswahl Ihrer Wasserpflanzen finden Sie in unserem Ratgeber: Teich: 10 untergetauchte oder schwimmende Wasserpflanzen.

Sibirische Schwertlilie ‘Blue King’, Anemone rivularis, Equisetum hyemale, Nymphaea ‘Aurora’, Butomus umbellatus, Thalia dealbata (Foto: Lip Kee)
Ganz in seiner eigenen Welt
Für eine noch entspannendere Atmosphäre in Ihrer Wohlfühloase können Sie:
- Den Ruhebereich abgrenzen, indem Sie dekorative Elemente wie Blumentöpfe, Pflanzkübel oder Hecken aufstellen. Auch ein bequemer Boden lässt sich anlegen: mit schattenliebenden Alternativen zum Rasen wie Pfriemen-Mastkraut, Holzplatten oder Kies.
- Kissen, Decken und Accessoires in harmonischen, beruhigenden Farben wählen, etwa Blau, Grün oder Weiß, um eine frische und entspannte Atmosphäre zu schaffen. Blau, eine der aktuellen Gartenfarben, verleiht dem Bereich eine frische, heitere Note.
- Gartenmöbel wie Liegestühle, Sonnenliegen oder Hängematten aufstellen, um sich dort zu entspannen.
- Natürliche Materialien wie Holz, Stein, Rattan oder Bambus in die Gestaltung integrieren. Sie verleihen Authentizität und harmonieren perfekt mit den Pflanzen.
- Schatten- und Lichtbereiche mit Sonnensegeln, berankten Bögen und Pergolen oder Kletterpflanzen gestalten. Das bringt Struktur und Tiefe in diesen besonderen Bereich.
- Für stimmungsvolle Beleuchtung sorgen: Lichterketten, Laternen oder Kerzen schaffen nach Einbruch der Dunkelheit eine warme, intime Atmosphäre.
- Windspiele aufhängen, um die akustische Wirkung zu verstärken.
- Mit Deko-Objekten individuell gestalten: Stellen Sie Statuen, Keramik, Spiegel oder andere dekorative Objekte auf, die Ihren persönlichen Stil und Geschmack widerspiegeln.

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